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Tausende Fälle im Jahr Bonner Verbraucherzentrale warnt vor fiesen Betrugsmaschen

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Über 10.000 Anliegen bearbeitete die Verbraucherzentrale Bonn im vergangenen Jahr. Betrug im Internet oder am Telefon gehören zu den häufigeren Maschen.

Bonn – Ein Anruf ins Glück – für viele Menschen ist es der Traum: Das Telefon abnehmen und erfahren, dass bei einem Gewinnspiel der Hauptgewinn gezogen wurde. In den meisten Fällen folgt auf die Freude allerdings die Ernüchterung, denn noch immer fallen viele Menschen auf Telefonbetrüger rein. Statt auf eine Trauminsel in der Karibik geht es für sie dann meist ins Büro der Verbraucherzentrale.

Mit 10.479 Verbraucheranliegen und 4143 Rechtsberatungen hatte die Bonner Beratungsstelle auch 2019 eine Menge zu tun. Der jetzt veröffentlichte Jahresbericht gibt einen Einblick in die Arbeit der Verbraucherzentrale und zeigt, in welchen Bereichen noch immer viele Menschen von Betrügern um eine Menge Geld gebracht werden.

EXPRESS sprach mit der Bonner Beratungsstelle und fragte nach Tipps, um sich vor Abzocke zu schützen.

Verbraucherzentrale Bonn warnt vor zu teuren Telefonverträgen

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„In den letzten Jahren war eines der häufigsten Themen die Telekommunikation, also der Abschluss von Mobilfunk- oder Festnetzverträgen in Shops“, sagte Leiterin Susanne Bauer-Jautz im Gespräch mit EXPRESS. Oftmals würden Kunden nach einem längeren Beratungsgespräch einen Tarif abschließen, der am Ende deutlich teurer ist als gedacht.

„Statt 40 Euro müssen die Leute dann oft 50 oder 60 Euro monatlich zahlen, obwohl sie das gar nicht unterschrieben haben“, so Bauer-Jautz weiter. Demnach vertrauen Verbraucher einer längeren Beratung und schauen sich die Vertragsdetails vor Abschluss nicht noch einmal genau an.

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Um das zu verhindern, empfiehlt die Verbraucherzentrale, sich mündlich beschlossene Vertragsinhalte immer auch schriftlich geben zu lassen. „Wer sich die Details noch einmal auf ein Blatt Papier mit Stempel des Geschäfts und einer Unterschrift schreiben lässt, ist in der Regel auf der sicheren Seite“, betont die Leiterin.

Verbraucherzentrale Bonn gibt Empfehlung gegen Abzocke bei Telefon-Gewinnspielen

Auch Abzocke über das Telefon gehört weiterhin zu beliebten Betrugsmaschen, mit denen Verbraucher getäuscht werden. Häufig kommen dabei Benachrichtigung über vermeintliche Preise bei Gewinnspielen oder angebliche Änderungen bestehender Verträge vor.

Viele Telefonabzocker seien optimal geschult und schaffen es daher, selbst misstrauischen Menschen Daten zu entlocken, die sie eigentlich niemals preisgeben würden. Bei Gewinnspielen wird beispielsweise oft auf Preisausschreiben verwiesen, die bereits lange in der Vergangenheit liegen. „Man ist nicht auf solche Anrufe gefasst und macht viele Dinge, die man sonst gar nicht machen würde“, erklärt Bauer-Jautz.

Der Satz „wenn Sie etwas von mir wollen, machen Sie das bitte schriftlich“, könne die meisten Betrugsversuche blitzschnell beenden. Mit dem Verweis auf eine schriftliche Abwicklung nimmt man Tätern die Chance, den Überraschungseffekt auszunutzen, kann die verlockenden Versprechen außerdem in aller Ruhe prüfen.

Verbraucherzentrale warnt: Online-Shopping kann zum Ärgernis werden

Ein weiterer Schwerpunkt für die Verbraucherzentrale im vergangenen Jahr waren Online-Einkäufe bei Fake-Shops. Hier gibt vor allem einen Tipp, um sich Ärger zu ersparen. Wer im Internet einkauft, sollte bei unbekannten Seiten immer das Impressum prüfen. Ist das gar nicht oder nur unvollständig vorhanden, sollte man auf keinen Fall bestellen.

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„In einem ordentlichen Impressum muss immer eine volle Anschrift, eine Telefonnummer und eine zweite Kontaktmöglichkeit über E-Mail oder Fax angegeben sein“, erklärt Bauer-Jautz. Ist das nicht gegeben, besteht ein hohes Risiko, Geld für Ware zu bezahlen, die niemals ankommt.

Weniger Beschwerden über Schlüsseldienste – Verbraucherzentrale empfiehlt Musterbriefe

Zurückgegangen ist im Jahr 2019 die Zahl der Beschwerden über Abzocke durch Schlüsseldienste. Nachdem oft über die Maschen der „schwarzen Schafe“ berichtet worden war, waren Verbraucher offenbar wachsamer bei der Wahl eines Notdienstes geworden.

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Die Zahl der Beschwerden zu überteuerten Schlüsseldiensten ging im vergangenen Jahr zurück.

Wer im Notfall einen Schlüsseldienst benötigt, kann bei der Innung für Metalltechnik Bonn-Rhein-Sieg nach einem seriösen Partnerbetrieb suchen.

Für alle Fälle empfiehlt die Verbraucherzentrale die Musterbriefe auf ihrer Internetseite. Unter https://www.verbraucherzentrale.de/musterbriefe steht eine Vielzahl dieser Briefe zum kostenlosen Download bereit. Oftmals reicht bereits das Einreichen eines solchen Musterbriefs, um seiner Beschwerde als Verbraucher entscheidenden Nachdruck zu verleihen.

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