Verdacht auf Blindgänger in Köln 40 Erdbohrungen durchgeführt – Ergebnisse liegen vor

Bonn-Vilich Bombe entschärft: Die Lage war extrem kompliziert

Bonn_S13_Gartenstraße

An der Gartenstraße laufen aktuell die Bauarbeiten für die S13. An einer Spundwand direkt neben den Gleisen wurde die Bombe entdeckt. Das Symbolfoto stammt aus dem Juli.

Bonn – Alarm in Bonn-Vilich. Am Montag, 9. November, gegen 10 Uhr wurde auf einer Baustelle hinter dem Baumarkt „Bauhaus“ eine 5-Zentner-Fliegerbombe entdeckt. Der Baumarkt wurde evakuiert. Im Radius von 400 Metern mussten auch Anwohner ihre Wohnungen, Häuser verlassen. 

Doch die Evakuierung lief erst gegen 16 Uhr an. Um 22.25 Uhr war die Bombe dann entschärft. Warum dauerte das alles so lange? Feuerwehrsprecher Frank Frenser erklärt: „Die Bombe steckte an der Bahnstrecke in einer Spundwand.“ Entlang der Spundwand hatte ein Arbeiter das Erdreich bis auf vier Meter abgebaggert. 

Bombe in Bonn entschärft: Sie steckte in der Spundwand

Dabei wurde dann ein Metallgegenstand entdeckt, der quasi in luftiger Höhe in der Spundwand steckte: die 5-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg! Frenser: „Für den Kampfmittelbeseitigungsdienst war es schwierig, sich die Bombe in dieser Lage anzuschauen.“ Die Experten hätten hochsteigen müssen.

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Nach dieser komplizierten Sondierung habe das Verfahren zur Evakuierung für die Anwohner „gefühlt recht spät“ begonnen, stellt Frenser fest. Wegen Corona- und Quarantäne-Fällen in dem Gebiet, das geräumt werden musste, hätten sich die Vorbereitungen außerdem hingezogen. Anschließend hätte die Feuerwehr noch Kontrollgänge durch das betroffene Gebiet gemacht.

Bombe in Bonn entschärft: Lage direkt an den Bahngleisen

Aber warum war die Bombe bei den monatelangen Untersuchungen durch Experten an der künftigen Strecke der S13 nicht entdeckt worden? Frenser: „Die Bombe lag sehr nah am Bahngleiskörper. Da hat das Messgerät offenbar einfach die falsche Info gegeben.“ Nämlich, dass es sich bei dem Metall der Bombe um den Gleiskörper handele...

Betroffen von der Evakuierung waren unter anderem Teile der Schevastesstraße, des Nonnenpfads, der Gerhard-, Garten- und Adelheidisstraße sowie der Sankt Augustiner Straße (B56). „Insgesamt rund 2400 Personen sind in dem Bereich gemeldet“, so Frank Frenser.

Evakuierungsgebiet Bombe Vilich

Die Karte zeigt, in welchem Radius evakuiert wurde.

Bombe in Bonn entschärft: Um 22.25 Uhr war alles vorbei

Gegen 20.30 Uhr waren die meisten Anwohner evakuiert, erklärte Martin Haselbauer von der Bonner Feuerwehr. Um 22.25 Uhr dann die Entwarnung: Der Kampfmittelräumdienst aus Düsseldorf hatte die Bombe erfolgreich entschärft. 

Für Pendler wurde es zeitweise unangenehm: Die Linie 66 hielt nicht mehr an den Haltestellen „Vilich“ und „Adelheidisstraße“. Die Buslinie 603 fuhr eine Umleitung, da Teile der Garten- und Gerhardstraße gesperrt wurden.

Bombe in Bonn entschärft: Corona-Infizierte evakuiert

Zwei Personen, die positiv auf das Coronavirus gestestet wurden, und 13 Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden, wurden in einem separaten Bereich untergebracht. 

bombe Baumarkt (1)

Polizisten sicherten den Bereich am „Bauhaus“ ab. Der Baumarkt wurde bereits am Vormittag evakuiert. 

Die Bahnstrecke zwischen Bonn-Beuel und St. Augustin-Menden war ebenfalls gesperrt. 

Für die Evakuierung des Baumarktes war bereits die B56 kurzzeitig abgesperrt worden, um den Verkehr vom „Bauhaus“ abfließen zu lassen. Auch die nahe Trasse der Deutschen Bahn wurde gesperrt. 

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