Komplizierter Einsatz in NRW Arbeiter kollabiert in Krankanzel – Höhenretter müssen anrücken

Höhenretter der Feuerwehr und angehende Notfallassistenten zeigen am 19.04.2014 in Ulm (Baden-Württemberg) in der 70 Meter hohen Turmhalle des Ulmer Münsters eine Höhenrettung.

Auf dem Außengelände von Thyssen Krupp Steel im Bochumer Stadtteil Wattenscheid ist ein Arbeiter in seiner Krankanzel kollabiert. Er wurde von Höhenrettern sicher auf die Erde gebracht. Das Symbolfoto vom 19. April 2014 zeigt eine Höhenretter-Übung von angehenden Notfallassistenten in der 70 Meter hohen Turmhalle des Ulmer Münsters.

Dramatische Minuten auf dem Gelände von Thyssen Krupp Steel in Wattenscheid. Ein Arbeiter kollabierte in der Kanzel eines Brückenkrans. Höhenretter rückten an.

Bochum-Wattenscheid. In einer aufwendigen Rettungsaktion ist es in der Nacht auf Dienstag (28. September) gelungen, einen Mann auf dem Gelände von Thyssen Krupp Steel in Wattenscheid aus der Kanzel eines Brückenkrans zu holen. Der Arbeiter war dort kollabiert.

Einsatzkräfte des Rettungsdienstes waren am zunächst am Montagabend um 23.30 Uhr wegen eines internistischen Notfalls auf das Werksgelände von Thyssen Krupp Steel gerufen worden. Vor Ort stellte sich die Lage aber deutlich komplizierter dar, als zunächst vermutet. Der Patient befand sich in der Kanzel eines Brückenkrans in etwa fünf Metern Höhe.

Da die Kanzel nur über eine sehr schmale Metalltreppe erreichbar war und der Patient aufgrund seines Zustandes nicht laufen konnte, war eine Rettung des Mannes durch die Rettungsdienstbesatzung unmöglich. Daher forderte diese umgehend weitere Unterstützung an. Neben Einsatzkräften der Feuerwehr Bochum rückte auch die Werkfeuerwehr von Thyssen Krupp Steel sowie Höhenretter der Feuerwehr Essen zum Einsatzort nach Wattenscheid aus.

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Wattenscheid: Arbeiter auf Kran in fünf Metern Höhe kollabiert

Um den Patienten möglichst sicher und schonend aus der Krankanzel zu retten, bereiteten die Höhenretter das Abseilen des Mannes vor. Gesichert über einen Teleskopmast der Werkfeuerwehr wurde eine sogenannte Schleifkorbtrage an der Kanzel in Stellung gebracht. In dieser konnte der Mann, nachdem er noch in der Kanzel durch einen Notarzt medizinisch erstversorgt wurde, sicher auf den Boden abgeseilt und dort in einen bereitstehenden Rettungswagen gebracht werden. Anschließend wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.

Insgesamt dauerte die aufwendige Rettungsaktion rund eineinhalb Stunden. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehren Bochum und Essen sowie der Werkfeuerwehr im Einsatz. (susa)

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