Anklage in NRW Dreiste Millionen-Abzocke mit Corona-Tests

Ein Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. wertet am 4. April 2021 in einem Container auf einem Parkplatz des Drive in-Corona-Test in Lehnitz die Testflüssigkeit aus.

Wegen falscher Abrechnungen für Corona-Tests sind in NRW zwei Männer angeklagt. Sie sollen rund 25 Millionen Euro Schaden angerichtet haben. Unser  Archivbild vom 3. April zeigt einen Corona-Test in Lehnitz.

Weil sie durch irrreguläre Abrechnungen von Corona-Tests einen Schaden von mindestens 25 Millionen Euro verursacht haben sollen, ist Anklage gegen zwei Männer aus NRW erhoben worden.

Bochum. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat Anklage gegen zwei Männer wegen Betruges in Corona-Testzentren erhoben. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, soll durch falsche Abrechnungen ein Schaden von mindestens 25 Millionen Euro verursacht worden sein.

Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ hatten den Fall aufgebracht. Die Reporter hatten vor den Centern der Firma „MediCan“ die Kunden gezählt – viel weniger, als zur Abrechnung gebracht worden waren.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, soll der Geschäftsführer zwischen März und April „jeweils das Vielfache der tatsächlich durchgeführten Tests abgerechnet haben, nachdem er erkannt haben soll, dass es im Rahmen der Abrechnung aufgrund der pandemiebedingten Besonderheiten unmittelbar keiner Nachweise für die tatsächliche Erbringung der Testungen bedurfte“.

Anklage wegen Test-Betrügerei in NRW

Der zweite Beschuldigte soll die Tests unter anderem zu einem höheren Preis als gerechtfertigt abgerechnet haben. „Ferner soll er Sachkosten in einer Höhe mitgeteilt haben, die ihm tatsächlich gar nicht entstanden sein sollen.“ Ihm wird Beihilfe zum Betrug zur Last gelegt. (dpa)

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