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Mit Raketenwerfer bewaffnet Polizei sucht auch in NRW nach flüchtigem Soldaten

polizei einsatzwagen

Auch in der Grenzregion Aachen in NRW sucht die Polizei nach dem flüchtigen Soldaten (Symbolfoto von Einsatzfahrzeugen der Polizei).

Brüssel – Alarm in der belgischen Grenzregion: Die Polizei sucht mit einer großangelegten Fahndung nach einem mutmaßlich rechtsextremen Berufssoldaten. Der 46-Jährige soll schwerbewaffnet sein und ist möglicherweise ins Ausland geflüchtet. Belgien grenzt unter anderem an Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

  • Großfahndung in der Grenzregion zu Belgien
  • Flüchtiger Soldat ist schwerbewaffnet und hinterließ Abschiedsbrief
  • Polizei sucht auch in NRW nach dem Berufssoldaten und warnt, ihn nicht anzusprechen

Der Berufssoldat habe einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er staatlichen Strukturen und mehreren Personen mit einem Anschlag drohte, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Nachrichtenagentur Belga zufolge.

Fahndung in NRW: Flüchtiger Soldat schwerbewaffnet

Es werde vermutet, dass der 46-Jährige unter anderem mit einem Raketenwerfer und einem Maschinengewehr bewaffnet sei.

Die Polizei sucht seit Dienstagnachmittag (18. Mai) nach dem Mann und schließt nicht aus, dass er möglicherweise nach Nordrhein-Westfalen oder nach Rheinland-Pfalz geflüchtet ist.

Öffentlichte Fahndung der belgischen Bundespolizei nach Soldaten

Die belgische Bundespolizei hat inzwischen eine öffentliche Fahndung nach dem Mann herausgegeben. Darin heißt es:

„Am Montag, den 17. Mai 2021, verließ der 46-jährige Jurgen Conings morgens früh seine Wohnung in Dilsen-Stokkem. Er begab sich noch zur Arbeit. Seit dem fehlt jede Spur von ihm. (…) Conings ist etwa 1,90 Meter groß und muskulös. Er ist kahl und trägt einige Tattoos, vor allem auf seinen Oberarmen. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug er ein T-Shirt von Timberland.“

Fahndung nach Soldaten: Hinweise an die Polizei

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0800-30300 oder unter der zentralen Notrufnummer 110 entgegen. Die Beamten warnen allerdings davor, sich dem Mann zu nähern. Er gilt als extrem gefährlich und ist vermutlich schwerbewaffnet.

Die Ermittler fanden das Auto des Verdächtigen in einem Waldstück der Nähe der Ortschaft Dilsen-Stolkkem an der belgisch-niederländischen Grenze. Einem Förster war der Wagen am Dienstagabend aufgefallen. In dem Auto seien „schwere Waffen“ gefunden worden, so die Bundesanwaltschaft.

Belgischer Justizminister über die Gefahr

Der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne sagte dem belgischen Sender VTM, dass sich die Hinweise gehäuft hätten, wonach der Mann eine akute Bedrohung sei.

„Es gibt Hinweise, dass er gewalttätig ist, und die vergangenen 24 Stunden haben gezeigt, dass der Mann eine akute Gefahr darstellt“, sagte der Minister weiter.

Der 46-Jährige steht aufgrund seiner rechtsextremen Sympathien wohl seit längerer Zeit auf einer Terroristenliste der belgischen Anti-Terror-Behörde Ocam.

Flüchtiger Soldat bedrohte auch führenden Virologen

Der Flüchtige habe unter anderem den Virologen Marc Van Ranst, einem führenden Wissenschaftler und Virologen in Belgien, mehrfach mit dem Tod gedroht. Van Ranst und seine Familie wurden Belga zufolge zwischenzeitlich an einen sicheren Ort gebracht.

Gegen Corona-Maßnahmen und Impfstoffe zu sein, gehe allzu oft mit Gewaltverherrlichung und rohem Rassismus einher, schrieb der Virologe in der Nacht zu Mittwoch (19. Mai) auf Twitter. „Damit eines klar ist: Solche Drohungen machen nicht den geringsten Eindruck auf mich.“ (jv/dpa)