So entstehen Künstlernamen Wie aus Jelena Petrowna Helene Fischer wurde

Helene = Jelena: Jelena Petrowna Fischer wurde in Sibirien geboren, wo ihre Eltern, die Russlanddeutschen Maria und Peter Fischer, lebten.

Helene = Jelena: Jelena Petrowna Fischer wurde in Sibirien geboren, wo ihre Eltern, die Russlanddeutschen Maria und Peter Fischer, lebten.

Künstlernamen sind bei Promis gang und gebe. Dass es sich, bei den teilweise kuriosen Namen, um keine echten handelt, fällt bei einzelnen Stars recht schnell auf. Bei Rapper „Sido“ zum Beispiel. Das erfundene Kürzel steht für „Super intelligentes Drogenopfer“. Privat hört der Musiker auf den weniger jugendtauglichen Namen Paul Hartmut Würdig – das hätte in der Rap-Szene wohl niemanden geschockt. Kein Wunder, dass manchmal “Name-wechsle-Dich“ gespielt werden muss.

Es ist vor allem das Image, das mit einem Künstlernamen geschaffen, unterstrichen oder auch aufpoliert werden soll. So mancher Manager ist der Meinung, dass die mexikanische Herkunft seines Stars nicht ganz zum Glamour-Auftritt in Hollywood (siehe Beispiel Charlie Sheen) passt oder, dass das Verkünden eines Sieger-Namens bei der Oscar-Vergabe leichter fällt, wenn es sich nicht um einen russischen Zungenbrecher handelt (Beispiel Helen Mirren).

Manchmal sind es aber auch die Stars selbst, die auf Fantasienamen bestehen, weil sie Verrücktes vorhaben (und das nicht unter ihrem echten guten Namen tun wollen), oder weil sie ihre Familie vor allzu viel Rummel schützen wollen. Ein Künstlername kann aber auch eine Art Notwehr sein.

Wer heißt heute noch gerne Adolf? Ähnliches muss sich auch Andy Borg (53) gedacht haben, der eigentlich „Adolf Andreas Meyer“ heißt. Ein weiterer Grund, den Namen zu ändern, wird im Sport öfter genannt: „Ich bin in Deutschland geboren und möchte als Deutscher wahrgenommen werden“, erklärte zum Beispiel der ehemalige Box-Weltmeister Felix Sturm (35), der eigentlich Adnan Catic heißt.

Alles zum Thema Felix Sturm

Kurios: Der Box-Stall Universum wollte damals auch die Brüder Wladimir Klitschko (38) und Vitali Klitschko (43) umbenennen, um diese besser vermarkten zu können. Die beiden Ukrainer sollten unter den Namen Walter und Willi Klitschmann in den Ring steigen. Bei den Klitschkos kam der Vorschlag weniger gut an.

Schauen Sie auf den nächsten Seiten, wer stattdessen mit Pseudonym unterwegs ist...

Bono

Bono - so kann kein Mann heißen. Tut der Sänger (54) der Pop-Ikonen von U2 auch nicht. Er heißt eigentlich Paul David Hewson, aber seine Schulfreunde nannten ihn schon Bono Vox (lateinisch von bona vox für „gute Stimme“), in Anlehnung an einen Hörgeräteladen in der Dubliner Innenstadt, in der Bono aufwuchs. Der Spitzname blieb und ist bis heute sein Künstlername.

Ben Kingsley

Ben Kingsley (70) heißt eigentlich Krishna Pandit Bhanji. Der Oscarpreisträger („Gandhi“) wuchs als Sohn eines in Kenia geborenen Arztes indischer Abstammung und einer Mutter mit englischen und russisch-jüdischen Vorfahren in England auf.

In Hollywood befürchtete Krishna Pandit Bhanji Nachteile, daher änderte er seinen Namen für den Glamour-Beruf.

Wer verbirgt sich hinter Alicia Joseph Augello-Cook und wie heißt Snoop Dog wirklich? Lesen Sie schnell weiter!

Alicia Keys

Alicia Keys (33) hörte als Kind auf den Namen Alicia Joseph Augello-Cook. Die Sängerin wurde als Tochter eines Flugbegleiters und einer Musicalsängerin mit irisch-schottisch-italienischer Abstammung geboren. Sie nahm schon mit fünf Jahren Klavierunterricht und änderte ihren Namen, als ihre Musikkarriere in den 90ern ins Rollen kam. .

Snoop Dog

Der coole Snoop Dog (42) heißt eigentlich Calvin Cordozar Broadus, aber Rapper brauchen eingängige Namen – und offenbar eine schwierige Kindheit als Background: „Snoop Dog“ wuchs in einem Armenviertel auf, wurde angeblich schon kurz nach seiner Grundschulzeit wegen Kokainhandels verhaftet und gehörte einer Straßengang an.

Wie kamen Patrick Lindner und Erol Sander zu ihren Namen? Lesen Sie schnell weiter!

Patrick Lindner

Patrick Lindner wurde eigentlich der Name Friedrich Günther Raab in die Wiege gelegt. Raab? Den Namen kennen wir doch?! Er hat aber nichts mit dem TV-Moderator zu tun.

Dem Volksmusikstar (53) gefiel Raab aber nicht. So änderte er seinen Namen, als aus dem einstigen Koch Ende der 80er Jahre der berühmte Schlagersänger wurde.

Erol Sander

Erol Sander kam als Urçun Saliholu zur Welt. Der beliebte TV-Star (46, „Mordkommission Istanbul“) kam 1973 als Fünfjähriger mit Mutter und Schwester aus der Türkei nach München. Als er bereits als Schüler im Gymnasium als Model entdeckt wurde, änderte er seinen Namen.

Wie heißt Sarah Connor eigentlich - und was ist mit Dame Helen Mirren? Lesen Sie schnell weiter!

Sarah Connor

Sarah Connor = Sarah Marianne Corina Lewe: Aus lang mach kurz war wohl hier das Motto. Und internationaler sollte es auch werden.

Denn Sängerin Sarah Connor (34) sang bislang vor allem englischsprachig, kooperierte bei ihren ersten Hits mit amerikanischen Rappern. Da klang Connor besser als Lewe. In ihrer Anfangszeit in Delmenhorst nannte sie sich zwischenzeitlich auch mal Sarah Gray.

Helen Mirren

Dame Helen Mirren ist eigentlich Ilyena Vasilieva Mironoff. Die Charakter-Darstellerin (69, „Die Queen“) und Oscar-Preisträgerin wurde zwar in London geboren, ihre Eltern gaben ihr allerdings den russischen Namen Ilyena Vasilievna Mironova.

Ihr Großvater war Mitglied einer aristokratischen, weißrussischen Militär-Familie, die nach der russischen Revolution in England gestrandet war. Die Eltern änderten ihren Nachnamen, als Ilyena sechs Jahre alt war. Später wurde auch der Vorname britisch.

Warum kennt jeder Carlos Irwin Estévez, wie heißt Demi Moore wirklich - und was ist mit Vin Diesel? Lesen Sie schnell weiter!

Charlie Sheen

Charlie Sheen (48) alias Carlos Irwin Estévez folgte mit dem Namen seinem Vater Martin Sheen (74). Der wählte das Synonym, weil er das Gefühl hatte, in den USA keine guten Jobs mit einem mexikanisch-klingenden Namen (die Familie stammt aber aus Spanien) an Land ziehen zu können.

In Martin Sheens Pass steht nach wie vor Estévez. Sheen wählte er zu Ehren des amerikanischen Erzbischofs Fulton John Sheen, Sohn Charlie zog mit, Bruder Emilio (52, ebenfalls Schauspieler) blieb bei Estévez.

Demi Moore

Demi Moore wurde eigentlich Demetria Gene Guynes getauft. Die Schauspielerin (51) wuchs in New Mexico in schwierigen Verhältnissen auf. Der Vater verließ die Mutter noch vor ihrer Geburt, die Mutter wurde mehrfach verhaftet (Brandstiftung, Verkehrsdelikte).

Kein Wunder, dass sie sich von ihrem echten Namen verabschiedet hat. Mit 18 heiratete sie Ehemann Nummer eins: den Musiker Freddy Moore und nahm sofort dessen Nachnamen an. Der Mann ging, der Name blieb. Genau wie die gestutzte Version des Vornamens.

Vin Diesel

Vin Diesel = Mark Sinclair Vincent: Hier wurde aus Image-Gründen aus dem Nachnamen kurzerhand der Vorname: Mark Sinclair Vincent klingt eher nach britischem Internatsbubi als nach hartem Kämpfer. Dachte sich jedenfalls der auf Action festgelegte Muskelmann(47, „Fast and Furious“), der auch noch ein motoraffines Diesel hinten dranhängte.

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