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Schauspieler im Interview Brad Pitt verrät, warum er jetzt Deutsch lernt

Steht auf Deutschland und unsere Sprache: Brad Pitt.

Steht auf Deutschland und unsere Sprache: Brad Pitt.

„Guten Tag!“ Die Begrüßung zum Interview ist nicht nur eine höfliche Geste von Brad Pitt (50). Er spricht Deutsch. Und die Sprache lernte er nicht nur für seinen neuen Film „Fury“, in dem er als Kommandeur einer US-Panzerbrigade Ende des Zweiten Weltkrieges Deutschland überrollt.

Weltstar Pitt ist ein großer Fan von Land, Leuten und unserer Sprache – wie er im großen Interview verrät.

Sie lieben unsere Sprache – dabei sagen viele Ausländer, dass Deutsch alles andere als schön klingt ...

Brad Pitt: Das finde ich nicht, ich mag die Sprache sehr. Ich finde sie wunderschön und melodisch, wenn man sie nicht zu laut und hart ausspricht. Ich versuche sie schon seit langem zu meistern.

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Wieso?

Ich habe ein paar sehr gute Freunde in Deutschland. Außerdem bin ich ein Kunst-Fan und es gibt viele tolle Künstler dort. Kommt hinzu, dass „Das Boot“ mein Lieblingsfilm ist.

Und nun tauchen Sie nach „Inglorious Basterds“ schon zum zweiten Mal ins dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte ein.

Der Zweite Weltkrieg war einfach eine faszinierende Zeit in der Geschichte. Da haben sich dieselben Leute abgeschlachtet, die das Jahr davor noch gemeinsam ein Bier getrunken hätten. Einfach absurd. Während des Filmens habe ich das Buch „Im Westen nicht Neues“ von Erich Maria Remarque gelesen, das den Ersten Weltkrieg aus der Sicht eines deutschen Soldaten erzählt. Krieg ist Horror für alle Menschen, egal auf welcher Seite.

Was war denn das Schwierigste an den Dreharbeiten für „Fury“?

Dass ich die Hälfte unserer Kids mit am Set hatte. Zum ersten Mal überhaupt haben Angie und ich zur selben Zeit einen Film gedreht. Sie in Australien, ich in Europa. Normalerweise macht der eine immer Pause und hat die Kinder, wenn der andere dreht. Diesmal ist mit unser Planung etwas sehr schiefgelaufen.

Wie kompliziert war das?

So sehr, dass ich es nicht noch einmal durchmachen will. Die Logistik war ein Albtraum. Es gab kaum Zeit für eheliche Besuche – wenn sie wissen, was ich meine (grinst).

Apropos Ehe. Hat sich etwas seit der Hochzeit in Ihrem Leben verändert?

Ich fühle mich auf jeden Fall wie ein verheirateter Mann (lacht). Also ehrlich, wir haben sechs Kinder zusammen und wir fühlten uns auch schon vorher wie ein Ehepaar. Aber das Ja-Wort war eine sehr schöne Sache, besonders für die Kids. Ich war überrascht, dass sich durch die Zeremonie unser Zusammenhalt noch mehr vertieft hat.

Angelina hat mir verraten, dass Sie sich einander vom Set Liebesbriefe geschrieben haben.

Ja, das stimmt. Es war wirklich mal etwas anderes als die moderne Kommunikation mit E-Mails oder Skype. Es hat mich überrascht, wie sehr viel bedeutender so ein Brief für mich war, wenn ich ihn in der Hand hielt.

Was haben Sie am meisten daran vermisst, als Sie von Angie und drei der Kinder getrennt waren?

Unsere gemeinsamen Abendessen. Das ist etwas ganz Besonderes. Wir reden dann immer über Gott und die Welt. Oder es wird viel gescherzt und gelacht, und einer von uns fängt an zu singen.

In Ihrem nächsten Film „By the Sea“ führt Ihre Frau Regie und Sie sind „nur“ Hauptdarsteller. Wie ist Angelina denn so als Boss?

Ganz schön taff! Sie hat das Drehbuch selbst geschrieben.

Haben Sie spontan entschieden, Frankreich zu Ihrem Hauptwohnsitz zu machen?

Das war eine gemeinsame Idee von Angie und mir. Wir wollten, dass die Kinder umgeben von Natur aufwachsen können und eine andere Sprache lernen. Inzwischen sprechen sie alle Französisch. Bei mir hapert’s leider noch etwas. Für uns Eltern hat Europa als Basis den meisten Sinn gemacht, weil wir mit einem Flug in Asien, Amerika und Afrika landen können.

Letzte Woche sind Sie alle nach England gereist, weil Angelina von der Queen zur „Dame“ geadelt wurde.

Es war ein toller Tag. Wir haben hinterher alle gemeinsam eine Audienz bekommen. Die Kinder haben sich in ihrem ganzen Leben noch nie so respektvoll betragen. Sie zu sehen, wie sie einen Diener oder Knicks machen und „Eure Majestät“ sagen, das war echt ein Highlight (lacht).

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Auch diese Schauspieler sprechen Deutsch

Auch sie sprechen Deutsch

Wenn Brad Pitt (50) seine deutschen Fans künftig mal mit einem „Hallo, ihr alle“ begrüßt, ist er unter seinen Schauspiel-Kollegen in guter Gesellschaft.

Leonardo DiCaprio (39) spricht unsere Sprache. „Ich fühle mich mit Deutschland sehr verbunden, und auf diese Wurzeln bin ich stolz“, so Leo, der mit Mutter Irmelin (70) und „Omi“ Helene“ († 93) deutsch plauderte. Er besuchte seine Großmutter bis zu deren Tod 2008 regelmäßig in Oer-Erkenschwick.

Bruce Willis (59) wurde in Idar-Oberstein geboren (Mutter Deutsche), ist sogar mit Wilfried Gliem (68), einem Sänger der „Wildecker Herzbuben“, verwandt. Deutsch versteht er aber besser, als er es spricht.

Auch Sandra Bullocks (50) verstorbene Mutter war Deutsche. Bullock lebte bis zu ihrem zwölften Lebensjahr in Nürnberg, spricht noch sehr gut Deutsch.

Topmodel Gisele Bündchen (33) meint, es stecke noch viel „typisch Deutsches“ in ihr. Ihre Urgroßeltern wanderten nach Brasilien aus, Opa Walter sprach deutsch mit ihr. Ihre deutsche Tugend neben der Sprache: „Ich erscheine immer superpünktlich.“

„Con Air“-Star Nicolas Cage (50) erinnert sich gerne an die Besuche bei seiner Oma in Cochem an der Mosel, findet Deutsch sogar „irgendwie sexy“.

„Spiderman“-Schauspielerin Kirsten Dunst (32, ihr Vater ist Hamburger) möchte ihr „Kinderdeutsch“ aufbessern und gerne einmal „in einem deutschen Film mitspielen“.

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