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Schock-Szenen bei „Gelbwesten”-Protest: Demonstrant wird seine ganze Hand abgerissen

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Die Hand eines Demonstranten wurde in Paris am Samstagmittag abgerissen.

Foto:

AFP

Paris -

Es nimmt kein Ende: Auch an diesem Wochenende demonstrieren wieder „Gelbwesten“ in Frankreich. Zwar sind es weniger, doch es gibt Zusammenstöße mit der Polizei. Und einen Schwerverletzten.

Die Hand eines Demonstranten soll bei einem Vorfall nahe des Parlamentsgebäudes am Samstagmittag abgerissen worden sein, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet. 

Hier mehr über die Gewalt-Orgie in Frankreich nachlesen, die seit vergangenem Jahr in den Straßen tobt

Der Mann wurde von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht – die Ursache für seine Verletzung ist noch unklar. Nach Angaben eines Zeugen sei eine Blendgranate der Polizei dafür verantwortlich. 

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Gelbwesten-Protesten dauern schon seit drei Monaten an.

Foto:

AP

Mit der Granate hätten die Sicherheitskräfte versucht, die Demonstranten vom Parlamentsgebäude zurückzudrängen, sagte der Augenzeuge. Bei dem Verletzten handle es sich um einen Fotografen der „Gelbwesten“. Der Mann habe die auf Höhe seiner Wade heranfliegende Granate mit der Hand abwehren wollen, „daraufhin ist sie explodiert, als er sie berührte“. Kundgebungs-Sanitäter berichteten, die Hand des Mannes sei regelrecht abgerissen worden.

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Es ist das 13. Wochenende in Folge, an dem die Protestbewegung in Frankreich demonstriert.

Foto:

AFP

Zum 13. Mal haben in Frankreich am Samstag tausende Menschen landesweit gegen die Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron demonstriert. In Paris marschierten nach Angaben des Innenministeriums 4000 „Gelbwesten“ vom Triumphbogen über die Champs-Elysées in Richtung Eiffelturm. 

Immer wieder Zusammenstöße

Während die meisten von ihnen friedlich demonstrierten, kam es entlang der Route vereinzelt zu weiteren Zwischenfällen. Demonstranten warfen Gegenstände auf die Einsatzkräfte, die zum Teil mit Tränengas und Gummigeschossen antworteten. Bushaltestellen, Autos und Schaufenster wurden zerstört. 

Bis 14 Uhr wurden nach Angaben der Polizeipräfektur zehn Menschen festgenommen. Die Beteiligung an den seit fast drei Monaten anhaltenden Protesten war zuletzt zurückgegangen. Am vorangegangenen Samstag gingen nach Angaben des französischen Innenministeriums 58.600 Menschen gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron auf die Straße.

(afp)