6 Millionen weg Bank muss Schadenersatz an Lottogewinner zahlen

2,5 Millionen Euro gewann der Mann im Lotto.

2,5 Millionen Euro gewann der Mann im Lotto.

Münster – Durch Falschberatungen und hochriskante Fonds verlor ein Lottogewinner aus Herne rund 6 Millionen Euro. Der Mann verklagte die Bank "Merck Finck & Co." auf Schadensersatz - und bekam Recht.

Das Landgericht Münster entschied, dass die Privatbank dem ehemaligen Multimillionär eine halbe Millionen Euro Schadenersatz zahlen muss. Die Urteilsbegründung: Der Mann wurde nicht anlegergerecht beraten.

Anlagen mit Totalverlust

Im Jahr 2005 gewann der Mann aus Herne 6,3 Millionen Euro und investierte das Geld auf Empfehlung der Bank in Investmentfonds. Was er nicht wusste: Bei den Fonds aus New Jersey handelte es sich um hochriskanten Anlagen mit Gefahr des Totalverlustes.

Auch der Tochter des Klägers, der ein Teil des Lottogewinns gehörte, waren in einem früheren Urteil bereits 180.000 Euro Schadenersatz zugesprochen worden.

Die Bank nimmt das Urteil ernst

"Wir haben das Urteil zur Kenntnis genommen und werden unsere weiteren Schritte prüfen", gab Gregor Rodehüser, Sprecher von "Merck Finck & Co.", nach der Urteilsverkündung bekannt.

Die Bank nehme die Situation äußerst ernst. "Wir sehen uns sehr genau an, wo unsere Qualitätssicherung nicht gegriffen hat", so Rodehüser.

(ldr/dpa)

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