Größtes Video der Welt Google Earth zeigt jetzt, wie übel die Katastrophe wirklich ist

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Screenshot vom Timelapse-Projekt von Google Earth, das die Veränderung der Welt der letzten 37 Jahre zeigt. Hier mit Blick auf Köln.

Köln – Die Klimakrise ist vermutlich das drängendste Problem der Menschheit. Welchen gravierenden Veränderungen die Erde in den vergangenen 37 Jahren unterworfen war, kann sich dank Google Earth nun jedermann vor Augen führen.

  • Google Earth offenbart Ausmaß der Klimakrise
  • 37 Jahre sind im Zeitraffer-Video zu sehen
  • Zeitraffer ist auf jeden Ort der Erde anwendbar

Abschmelzende Gletscher, ausgetrocknete Flussbette und ein Flächenfraß sondergleichen: Die Klimakrise schreitet weiter mit großen Schritten voran.

Wie gravierend die Veränderungen auf der Erde vonstattengehen, lässt sich nun bei Google Earth nachvollziehen – dank des größten Videos der Welt.

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Der Zeitraffer-Clip besteht aus etwa 24 Millionen Satellitenbildern, erstellt zwischen den Jahren 1984 und 2020, und bringt es auf eine Datengröße von 20 Petabyte. Das Mosaik aus 4,4 Terapixeln entspricht etwa 530.000 4K-Videos.

Google Earth mit Timelapse-Funktion: 37 Jahre zurückspulen

Anwendbar ist der Zeitraffer auf jeden Ort der Erde. Unter anderem lässt sich dank der Timelapse-Funktion das Verschwinden des Aralsees in Usbekistan rekonstruieren. Nicht minder beeindruckend ist das rasante Wachstum der US-Zockermetropole Las Vegas. Ebenso macht die neue Funktion sichtbar, wie in den vergangenen 37 Jahren Gletscher abgeschmolzen und Wälder verschwunden sind. Google bietet überdies interaktive Touren mit Themenschwerpunkten wie „Wälder im Wandel” an.

Google will den Klimawandel stoppen

Bei der Präsentation des neuen Google-Dienstes erläuterte die Entwicklerin Rebecca Moore: „Mit Timelapse in Google Earth haben wir ein klareres Bild unseres sich verändernden Planeten direkt vor Augen – eines, das nicht nur Probleme, sondern auch Lösungen aufzeigt, und natürlich all die faszinierend schönen Naturphänomene, die sich über Jahrzehnte hinweg entfalten.”

Ab sofort soll das Video jährlich erweitert werden. Google ließ verlauten, man wolle „allen die Möglichkeit geben, Teil der Lösung zu sein, um den Klimawandel zu stoppen”.

Verfügbar ist die neue Funktion über g.co/timelapse. Zugriff haben interessierte Nutzer außerdem via Google Earth, wo die Storytelling-Plattform Voyager zur Verfügung steht. Abgesehen davon stellt Google bei g.co/timelapsevideos 800 Zeitraffervideos bereit, bei denen auch ein Download und eine öffentliche Nutzung erlaubt ist. (tsch)

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