Experten besorgt „Killerhornisse“ nistet sich ein und bedroht unser Lieblingsinsekt

Asiatische Hornisse

Die asiatische Hornisse kam durch den Handel nach Europa. Seither breitet sie sich rasant aus und befällt auch Deutschland. Unser Bild wurde 2017 aufgenommen.

Köln – Eine neue Insektenart hat es nach Deutschland geschafft und breitet sich dort rasant aus.

Die sogenannte asiatische Hornisse oder auch „Killerhornisse“ genannt, wurde 2005 erstmals in Europa gesichtet. In einem Keramiktopf versteckt, kam ein Nest von Ostchina nach Frankreich.

Deutschland: „Killerhornisse“ breitet sich aus

Viele Teile Europas, wie Spanien, Portugal, Belgien, Niederlande und Italien hat das Insekt bereits besetzt und auch vor Deutschland hat es keinen Halt gemacht.

Bereits im Februar schrieb der Hamburger Insektenkundler Martin Husemann vom Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg im Fachjournal „Evolutionary Systematics“ über den Fund einer einzelnen Asiatischen Hornisse in Hamburg. Und es blieb nicht bei einem Exemplar, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Der Welthandel sowie der Klimawandel begünstigen das Aufkommen der „Killerhornisse“ in Deutschland, da Hornissen- und Wespenarten von warmen Temperaturen profitieren.

„Killerhornisse“ bedroht die Honigbienen

Glücklicherweise besteht durch die asiatische Hornisse keine Gefahr für den Menschen. Sie ist nicht aggressiver oder aufdringlicher als europäische Hornissen. Zusätzlich baut die „Killerhornisse“ ihre Nester hoch oben in Baumkronen.

Jedoch bedroht die „Killerhornisse“ andere Insektenarten. Besonders unser Lieblingsinsekt, die Honigbiene, zählt für die asiatischen Hornissen zum Futter.

Auch wenn wegen der Ausbreitung der asiatischen Hornissen laut Imkern bisher kein Handlungsbedarf besteht, müsse dies wissenschaftlich erforscht werden.

Die asiatische Hornisse verbreitet sich rasant in Deutschland

Denn die „Invasionsgeschwindigkeit“ der Hornissen ist erstaunlich. Wissenschaftler haben eine Ausbreitung von 78 Kilometer pro Jahr errechnet.

Aufgrund der Gefährdung der Honigbiene zählt die EU-Kommission die asiatische Hornisse zu der Gruppe der 66 Top-Gefährder.

Die Asiatische Hornisse könne nach Schätzungen für den Verlust von bis zu 65 Prozent der Bienenvölker in den befallenen Gebieten verantwortlich sein.

Für eine Gefährdung ganzer Ökosysteme gebe es keine Hinweise. Sichtet man ein Nest oder ein Exemplar muss dies der Naturschutzbehörde jedoch gemeldet werden. (mh)

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