Zahlen des Grauens Kölner Hallen-Bosse: So hoch sind die Corona-Verluste wirklich

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Aushängeschild von Köln: Die Lanxess-Arena in Deutz.

Köln – Keine Großveranstaltungen bis September. Die Corona-Krise macht den Hallenbetreibern der Stadt zu schaffen. Und wie!

Das wurde auch beim Köln-Talk „Loss mer schwade” am Mittwochabend deutlich.

Corona-Krise: Düstere Zahlen für die Kölner Hallen

Bei Moderator JP Weber waren Stefan Löcher (Lanxess-Arena), Bernd Odenthal (E-Werk & Palladium) und Louwrens Langevoort (Kölner Philharmonie) online im Livestream zugeschaltet und sprachen schonungslos aus, wie sie der Corona-Hammer trifft.

Hier lesen sie mehr: Der Ticker zu Corona in NRW

„80 Konzerte müssen ins nächste Jahr verlegt werden. Wir haben momentan Verlegungsorgien. Ich persönlich hoffe sehr, dass es am 1. September wieder losgeht. Wir reden bei der Arena darüber, dass wir dieses Jahr 20 Mio. Euro Verlust machen. Wir sind privatwirtschaftlich betrieben, ich habe noch keinen gefunden, der mir das ausgleicht“, so Löcher.

E-Werk-Chef: Stunksitzung in Gefahr

Kaum anders sind im Verhältnis die Zahlen fürs kleinere E-Werk in Mülheim.

Dort sieht Macher Odenthal schon die Stunksitzung, die im Dezember beginnen würde, in Gefahr. Der Verlust beziffere sich schon jetzt auf drei bis vier Millionen Euro.

Langevoort von der Philharmonie brach eine Lanze für die Künstler: „Sie brauchen die Philharmonie und die Philharmonie braucht die Künstler. Wir müssen dann sagen: 'Okay, wir zahlen dir etwas. Vielleicht nicht die 100 Prozent, aber mindestens etwas, damit du überbrücken kannst.' Das ist unsere Aufgabe.”

Stefan Löcher: Ich unterstütze die Politik von Armin Laschet

In der Lanxess-Arena seien 450 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, so Löcher, der schilderte: „Bei manchen Mitarbeitern kommen sofort die Tränen, wenn sie ausrechnen, was sie noch an Geld bekommen. Ich hoffe sehr, dass es bald zu Lockerungen kommt und unterstütze sehr die Politik von Armin Laschet. Ansonsten fahren wir eine gesamte Volkswirtschaft an die Wand.”

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Die Macher waren online live zugeschaltet.

Kann die Stadt da groß helfen?

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Langevoort bestätigte Gespräche mit OB Henriette Reker und schloss am Ende des Talks nachdenklich: „Alle versuchen, Lösungen zu finden, aber gegen einen unsichtbaren Feind hat man keine Lösungen in der Tasche ...” (red)

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