„Nicht akzeptabel“ Von 200 im Rheinland: Kölner Bahnstation ist die schlimmste

Der Eingang der Bahnstation in Köln-Nippes ist mit Graffiti beschmiert.

Der Eingang der Bahnstation in Köln-Nippes ist vollgeschmiert mit Graffiti.

Köln. Die unakzeptabelste Bahnstation im Rheinland liegt in Köln. Das hat der Verbund Nahverkehr Rheinland (NVR) in seiner jährlichen Überprüfung der Haltestellen herausgefunden, wie er am Dienstag (21. Juni) berichtet.

In Köln erhielten gleich sieben Stationen die schlechteste Bewertung nicht „mehr akzeptabler Zustand“. Ein Grund dafür ist Corona – und dieser Negativ-Trend zeigt sich im gesamten Testgebiet.

Dreckigste Bahnstation im Rheinland ist Köln-Nippes

Jedes Jahr im Herbst kontrolliert der NVR insgesamt 200 Bahnstationen und bewertet ihren Zustand anhand bestimmter Kriterien. Darunter fallen zum Beispiel die Beschilderung, die Funktionalität von Rolltreppen und Aufzügen, Sitzgelegenheiten, die Abfalleimer oder das Graffiti.

Der Fahrplan an der Haltestelle Köln-Nippes ist wegen des Graffitis nicht mehr lesbar.

Der Fahrplan in Köln-Nippes ist wegen des Graffitis kaum noch zu lesen.

Die 60 schlechtesten Haltestellen erhalten normalerweise im darauffolgenden Frühjahr eine zweite Kontrolle. Die musste jedoch 2021 wegen Corona ausfallen.

Die Anzahl der nicht mehr akzeptablen Stationen stieg im vergangenen Jahr auf 21 Orte erheblich an. Im Jahr 2019 waren es lediglich acht. Auch die Zahl der noch akzeptablen Stationen erhöhte sich von 38 auf 53 im Jahr 2020.

Bahnstationen in Köln und Leverkusen mit schlechtester Bewertung

Die schlechtesten unter ihnen befinden sich in Köln und Umgebung. Auf dem letzten Platz liegt die Station Köln-Nippes. Besonders das Graffiti und diverse Beschädigungen führten zu der schlechten Bewertung. Sogar die Nippeser Nachbarschaft hatte sich bereits über den Zustand an der Bahnstation beschwert.

Kaputter Aufzug der Bahnstation Köln-Worringen mit eingeschlagenen Scheiben.

Am Aufzug der Bahnstation in Köln-Worringen zeigt sich der Vandalismus.

Auf dem vorletzten Platz landete Leverkusen-Küppersteg. Dicht gefolgt von Köln-Longerich und Köln-Worringen. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, soll die Bahnstation in Longerich eigentlich schon seit Jahren komplett modernisiert werden. Getan habe sich dort allerdings noch nichts.

Mit Graffiti beschmierter Zugang zum Bahnsteig in Köln-Longerich.

Auch der Zugang zum Bahnsteig in Köln-Longerich ist beschmiert.

Laut NVR sei die allgemein schlechte Sauberkeit der Haltestellen der Grund für die steigenden negativen Bewertungen. Für den Betrieb der Stationen seien neben der DB Station&Service AG auch die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) und die Rurtalbahn verantwortlich. Die Beseitigung des Graffitis liege jedoch auch oft im Zuständigkeitsbereich der Kommunen und verursache sehr hohe Kosten.

NVR will Instandsetzung der Haltestellen finanziell fördern

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NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober sieht die Entwicklung als alarmierendes Zeichen. „Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass durch die starke Abnahme an Fahrgästen durch die Corona-Pandemie auch die soziale Kontrolle an den Stationen nicht mehr wie gewohnt gegeben war.“ Der NVR versuche aber jetzt, mit finanzieller Förderung die Stationsbetreiber im Kampf gegen Verwüstung und Schmierereien zu unterstützen.

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