Stadtdirektor bleibt in Köln Dr. Keller räumt mit OB-Gerüchten auf

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Stadtdirektor Dr. Stephan Keller (CDU)

Köln/Düsseldorf – Geht er oder geht er nicht? Das ist hier die Frage. Und die beantwortet Kölns Stadtdirektor Dr. Stephan Keller (48, CDU) auf Anfrage des EXPRESS am Rande der Ratssitzung am Donnerstag mit einem eindeutigen „Nein!“

Stephan Keller: „Ich kandidiere nicht in Düsseldorf“

„Nein, ich werde nicht für das Amt des Oberbürgermeisters von  Düsseldorf kandidieren“ sagt Keller dem EXPRESS. Damit tritt er Gerüchten entgegen, die seit geraumer Zeit umherwabern und sich zuletzt verdichteten – in Düsseldorf und in Köln.

Die Düsseldorfer CDU soll heftig an Keller gebaggert haben. Dort war er bis Ende 2016 Rechts-, Ordnungs- und Verkehrsdezernent unter Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Seit 1. Januar 2017 ist der dreifache Familienvater Stadtdirektor von Köln und damit Verwaltungs-, Ordnungs-, Rechts- und Personaldezernent.

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Stephan Keller: „Ich stehe für Kontinuität“

„Ich habe Köln nie als Zwischenstation oder Sprungbrett für höhere Ämter in anderen Städten gesehen“, sagt der Stadtdirektor dem EXPRESS. „Ich bin für acht Jahre gewählt worden, um diese Stadt und ihre Verwaltung fit zu machen für die Zukunft und für Recht und Ordnung zu sorgen – und dies auch in enger Abstimmung und Kooperation mit der Polizei. Wer mich kennt weiß, dass ich für Kontinuität stehe. Und ich habe in und für Köln noch viel zu tun.“

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Stadtdirektor Dr. Stephan Keller (48, CDU) ist Ordnungsdezernent – und arbeitet in vielen Bereichen mit Polizeipräsident Uwe Jacob (63, rechts) zusammen.

Stephan Keller mit klarem Statement

Ein klares Statement des Kölner Stadtdirektors, das die Spekulationen bei der Düsseldorfer CDU beenden, in Teilen der Kölner CDU hingegen befeuern dürfte – denn nicht wenige in der Kölner CDU könnten sich Keller hier als OB-Kandidat vorstellen.

Tritt Henriette Reker nochmal an?

Allerdings betont Parteichef Bernd Petelkau stets, dass die CDU weiterhin Oberbürgermeisterin Henriette Reker (62, parteilos) unterstützen werde, falls sie sich entscheide, bei der Kommunal- und OB-Wahl im Herbst 2020 erneut anzutreten. Genauso werden Petelkau selbst OB-Ambitionen nachgesagt.

Spätestens im Herbst 2019 will sich die OB äußern. Sollte Reker 2020 nicht erneut antreten wollen, müssen sich CDU, Grüne und SPD entscheiden, wer für sie ins Rennen gehen soll. Zumal nach bisherigem Stand die Stichwahl abgeschafft ist und ein Kandidat oder eine Kandidatin mit einfacher Mehrheit OB werden kann. Je nachdem könnten dafür 25 Prozent der abgegebenen Stimmen reichen.

Parteien suchen bereits Kandidaten

Hinter den Kulissen haben bei den Parteien bereits die Sondierungen begonnen, zum Teil nach massiven Umbrüchen. Wer könnte als OB-Kandidat oder - Kandidatin ins Rennen gehen?

Bei der SPD haben die beiden bisherigen Spitzenleute Martin Börschel und Jochen Ott ihre Ämter aufgegeben. Christiane Jäger (55) wurde erst vor wenigen Wochen zur ersten Kölner SPD-Chefin gewählt. Und Parteichefs und -Chefinnen sind immer auch potenzielle Kandidat/innen – sie selbst schließt es auch nicht aus. Auch über Garrelt Duin (SPD), NRW-Wirtschaftsminister von 2012 bis 2017 und aktuell Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtwerke-Konzerns, wird als OB-Kandidat spekuliert.

Bei den Grünen ist Kirsten Jahn weg und Strippenzieher Jörg Frank in die zweite Reihe verbannt. In der Partei wird immer wieder über den früheren NRW-Bauminister und heutigen Sportfunktionär Michael Vesper als OB-Kandidat spekuliert – der allerdings 2020 bereits 68 Jahre alt sein wird.

Und die CDU? Viele halten Keller für einen starken Kandidaten. Der sagt nur: „Ich bin Stadtdirektor. Und ich habe noch viel zu tun.“

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