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„Am Anfang war es schlimm" Kölner Senioren-Treff löst sich auf, doch es gibt Hoffnung

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Sie suchen nach einem neuen Senioren-Stammtisch: (v.l.) Else, Rheinhold, Hanelore, Günther, Christa, Bigi, Resi und Karin.

Köln – Im Alter einsam sein – für viele Senioren ein Albtraum. In der Grembergerstraße in Köln trifft sich in der Bäckerei und Konditorei Stefan Mudlich jeden Freitag um 10 Uhr eine Gruppe von Senioren. Früher war das anders: Da traf sich die bunt gemischte Gruppe jeden Tag in einem Senioren-Stammtisch. Therese Lorscheid hat jetzt einen neuen Verein gegründet, um den Stammtisch zu neuem Leben zu erwecken.

Kölnerin Resi: Alte Menschen liegen mir am Herzen

Therese (Resi) Lorscheid ist die gute Seele des Seniorentreffs. Jahrelang trafen sich die Rentner in der Grembergerstraße. Streit der Helfer untereinander sorgte dafür, dass Therese und andere Senioren den Treff verlassen haben.

Traurig für die Senioren, doch jetzt ist Besserung in Sicht: Therese will einen neuen Senioren-Stammtisch gründen, der wieder von 8 Uhr bis 14 Uhr ein Treff für Jung und Alt sein soll. „Ältere Menschen liegen mir am Herzen. Während meiner 11-jährigen Arbeit in einer Bäckerei in Lindweiler habe ich oft gesehen, wie sich ältere Menschen dort getroffen haben. Ich kam dabei auf die Idee, einen eigenen Stammtisch zu gründen", so Therese Lorscheid. „Im alten Treffpunkt haben wir Spiele gespielt, jeden Donnerstag zusammen Mittag gegessen und in geselliger Runde einen schönen Tag verbracht. Das Schöne war, dass sich unterschiedliche Menschen getroffen haben und sich auf Anhieb gut verstanden haben. Damals waren wir immer 50 bis 60 Leute", erzählt Therese weiter.

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Die beiden Senioren Christa (88) und Rheinhold Nickel (77) fehlt der Seniorentreff als Anlaufstelle.

Gremberger Senioren: Stammtisch fehlt Rentnern sehr

Der ehemalige Senioren-Stammtisch war eine Anlaufstelle, die von vielen Senioren geschätzt wurde. Christa (88) war von Anfang an Mitglied der Gruppe. Sie erzählte, dass sie durch Bekannte auf den Senioren-Stammtisch aufmerksam wurde. „Ich war von Anfang an beeindruckt von Thereses Herzlichkeit und habe mich direkt wohlgefühlt. Ich bin auch hauptsächlich wegen ihr gekommen. Die Anlaufstelle fehlt mir sehr und ist ein großer Verlust", so Christa traurig. 

Der 77-jährige Rheinhold findet die Auflösung des Stammtisches sehr schade. Ein Nachbar hatte ihn gefragt, ob er auch mal vorbeikommen will. „Seit Anfang 2018 treffe ich mich regelmäßig mit den Leuten. Ich verstehe mich sehr gut mit allen. Therese hat mir sehr geholfen: Als meine Frau verstarb, hat sie mit mir nach einem günstigen Grabstein gesucht."

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Die Helferinnen des Senioren-Stammtisches: (v.l.) Karin (59), Therese (55), Luana (60), Else (57) und Laila (59).

Rentner rufen oft an und fragen nach neuem Treffpunkt

Karin (59) hilft seit einem Jahr mit: „Am Anfang war es sehr schlimm, dass der alte Stammtisch nicht mehr da war. Ich hatte dort viel zu lachen, konnte Kölsch sprechen und das besondere war, dass wir uns alle Helferinnen uns von Kind an kannten. Wir sind alle in der Grembergerstraße aufgewachsen." Karin weiter: „Die Senioren sind sehr einsam und freuen sich, wenn wir uns mal wieder treffen. Aber ihnen fehlt der alte Treff, wo sie von Montag bis Freitag herzlich empfangen wurden, natürlich sehr. Wir werden sehr oft angerufen und gefragt, ob es bald wieder einen neuen Treffpunkt gibt."

Deshalb suchen die Helferinnen nach einer neuen Räumlichkeit, am besten in der Nähe der Grembergerstraße. Über Spenden und Sponsoren freuen sich die Initiatoren sehr. Therese Lorscheid ist unter grembergertreff@gmx.de erreichbar.

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