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Die GAG sollte eigentlich 1200 Wohnungen in Chorweiler kaufen. Der Immobilien-Deal ist jetzt überraschend geplatzt.

Die GAG sollte eigentlich 1200 Wohnungen in Chorweiler kaufen. Der Immobilien-Deal ist jetzt überraschend geplatzt.

Köln – Aufruhr in Chorweiler, Aufruhr im Stadtrat, Aufruhr im GAG-Vorstand: Die Entscheidung des GAG-Aufsichtsrates, gegen den Kauf von 1200 Wohnungen in Chorweiler zu stimmen (EXPRESS berichtete), stößt auf Unverständnis, ja, sie löst sogar Ängste aus.

Drei CDU-, ein FDP- und vier von fünf Arbeitnehmervertretern hatten mit 8:7 Stimmen gegen den Ankauf gestimmt.

GAG-Vorstand Uwe Eichner erklärt, der Zwangsverwalter habe ihm signalisiert, „bis zu einer neuen Entscheidung des Aufsichtsrates keine Zwangsversteigerung anzustrengen“.

Am 29. Mai tagen die GAG-Aktionäre (88 Prozent der GAG-Aktien gehören der Stadt), dann setzt sich auch der Aufsichtsrat neu zusammen und kann die Entscheidung drehen: Die FDP fliegt raus, die Linke kommt rein. „Noch am 29. Mai wird der Aufsichtsrat tagen“, sagt Eichner.

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Doch was sagen die Bewohner der betroffenen Häuser in Chorweiler, von denen 53,4 Prozent Hartz IV beziehen (stadtweite Quote: 13,2 Prozent)? Wie sie sich fühlen, lesen Sie in der Galerie.

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GAG: 4,6 Milliarden Euro wert, 449 neue Wohnungen

Für 450 Millionen Euro wollte die damalige CDU-FDP-Ratskoalition 2002 die GAG verkaufen. Im letzten Moment machte der damalige Vorstand im EXPRESS Zweifel und Sorgen öffentlich – der Kauf wurde von zwei CDU-Abweichlern gekippt.

Und heute? „Die GAG ist 4,6 Milliarden Euro wert“, stellte Vorstand Uwe Eichner (SPD) in der Bilanz-Pressekonferenz fest. „Wir haben konsolidiert, mit hoher Qualität modernisiert, saniert, instand gesetzt und neu gebaut.“

449 Wohnungen hat die GAG 2014 dem Wohnungsmarkt zugeführt, 42.317 hat sie im Bestand. „Wenn wir 1000 Wohnungen pro Jahr bauen würden, wären wir in fünf Jahren pleite“, so Eichner. „Das können wir auch personell nicht stemmen.“

Neu gebaut wird auf dem Clouth-Gelände (Nippes, 100 Wohnungen bis 2017), in der Holsteinstraße (Mülheim, 120 bis 2017), im Häuschensweg (Bickendorf, 130 bis 2018), auf dem Hammacher-Gelände (Kalk, mehr als 200 bis 2020), auf dem Sürther Feld (115 Wohnungen, 58 Doppelhaushälften bis 2017) und auf dem Deutzer Feld (Kalk, neue GAG-Zentrale bis 2018 und 170 Wohnungen bis 2019).

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