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Nach fast 200 Jahren Tradition: Musikhaus in der Kölner Innenstadt schließt endgültig

tonger

Thomas Giehl versuchte mit Musikhaus Tonger einen Neuanfang und muss jetzt leider schließen.

Foto:

Peter Rakoczy

Köln -

Ende einer Ära: Das Kölner Musikhaus Tonger schließt seine Tore.

Nicht nur für Musikfans eine traurige Nachricht, denn mit Tonger geht in Köln auch eine lange Tradition zu Ende. Fast 200 Jahre war das Musikhaus ein fester Bestandteil der Kölner Kultur.

Musikhaus Tonger meldet sich auf Facebook

Doch jetzt ist offenbar endgültig Schluss. Am Mittwochabend meldete sich das Tonger-Team über Facebook bei seinen Kunden und Fans.  Schon zum Ende des Monats muss das Musikhaus schließen.

Fast 200 Jahre haben wir Orchester, Chöre und Ensembles mit Noten, Instrumenten und Zubehör versorgt. Manch ein späterer Weltstar hat auf einem TONGER Instrument das laufen gelernt, genauso wie zigtausende Musikschüler in unserer schönen Stadt. Ein bisschen TONGER bleibt somit in den Herzen und in den Kompositionen erhalten. Nun ist also das Ende des ältesten Musikhauses in Deutschland gekommen!

Es ist das bittere Ende eines langen Insolvenzverfahrens, das leider kein glückliches Ende nahm. Bereits Ende 2018 hatte das Unternehmen einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Nicht das erste Mal, dass Tonger kurz vor dem Aus stand. Auch im Jahr 2015 sah es so aus, als müsse das Haus für immer schließen. Ein neuer Besitzer rettete es schließlich und das Musikhaus Tonger schöpfte neue Hoffnung (hier lesen).

Tonger plant Ausverkauf ab 9. Februar

Doch damit ist es jetzt auch aus. Tonger plant bereits seinen „totalen Ausverkauf“. Ab Samstag, den 9. Februar soll alle auf Lager befindliche Ware staffelweise reduziert angeboten werden (weitere Details in der Facebook-Nachricht).

Die Gründe für die Geschäftsaufgabe seien vielfältig, schreibt das Tonger-Team. „Angefangen bei eigenen Fehlern, über Musiklehrer, die Ihren Schülern empfehlen bei Amazon zu kaufen, bis hin zu billiger und qualitativ schlechter Ware aus Fernost, die den Markt flutet. Das ist für uns Mitarbeiter traurig, aber auch ein schwarzer Tag für die Kulturlandschaft in Köln.“

(jv)