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Irre Gender-Debatte Nach fast 100 Jahren: Jetzt ändert Kölner Dom den Namen

Blick auf den Domfriedhof am Kölner Dom in Köln.

Der Domherrenfriedhof ist aktuell in einem schlechten Zustand. Nach dem Umbau soll sich auch der Name ändern.

Weiter Schlagzeilen rund um den Kölner Dom: Der Domherrenfriedhof heißt bald nicht mehr so. Der Grund: die Gender-Debatte.

Hässliche Bauzäune, ungepflegte Grünflächen, Müll und lieblos zusammengeschobene Grabplatten: Der EXPRESS-Bericht über das unwürdige Erscheinungsbild des Gottesackers hinter dem Kölner Dom schlug hohe Wellen. Nicht genug: Jetzt landet auch der seit 1925 bestehende Name „Domherrenfriedhof“ auf der Kippe.

Denn an der großen Gender-Debatte, in der viele Begriffe geschlechterneutral gehalten werden sollten, kommt offenbar auch das Erzbistum nicht vorbei.

Kölner Dom: Zeit des „Domherrenfriedhofs” soll vorbei sein

Wie Dombaumeister Peter Füssenich verrät, wird das „Herren“ aus dem knapp 100 Jahre alten „Domherrenfriedhof“ gestrichen. „Wenn wir das ganze Areal im kommenden Jahr wieder eröffnen, wird der Friedhof nur noch Domfriedhof heißen.“

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Offenbar wollen sich die Kirchenfürsten anpassen und die Betonung des Friedhofs nicht mehr auf die Herren der Schöpfung legen – auch wenn die Domkapitulare unter Dompropst Guido Assmann natürlich alles Männer sind, ebenso wie ihre Vorgänger – die Wurzeln des Kölner Domkapitels reichen bis ins 12. Jahrhundert.

Köln: Bis 2023 wird der Domfriedhof komplett umgebaut

33 der honorigen Herren, zuletzt wurde Weihbischof Manfred Melzer 2018 beigesetzt, ruhen in einer 30 Quadratmeter großen und vier Meter hohen Gruft in ihren Särgen. „Platz ist noch für 55 weitere“, erklärt Füssenich.

Über ihnen soll nun der neue Domfriedhof bis 2023 komplett umgebaut werden. Dazu präsentiert EXPRESS erstmals die neuen Pläne: Eine Reihe von Rot-Ahorn und Silberlinden über gepflegten Rasenflächen und schwarzen Marmorböden soll Passantinnen und Passanten zum Verweilen und Gedenken einladen.

Plan für den Umbau des Kölner Domfriedhofs am Dom.

Erster Blick auf die Pläne des Land­schafts­ar­chi­tek­ten: Der Dom­fried­hof wird öf­fent­lich zu­gäng­lich und frei von Grab­plat­ten gestaltet sein.

Dazu plätschert ein beleuchteter Brunnen in Form des Baptisteriums, Kölns erster Taufort unterhalb des Doms.

„Der derzeitige Anblick ist nicht sehr schön“

Daneben befindet sich eine stählerne Gruftabdeckung mit den Namen aller verstorbenen Domkapitulare. Die bisherigen Grabplatten, auch das provisorische, vier Jahre alte Holzbrett von Weihbischof Melzer, verschwinden also.

Füssenich gibt zu: „Natürlich ist der aktuelle Anblick derzeit nicht sehr schön, aber hier handelt es sich nur um ein Provisorium. Wir werden aber noch eine Tafel aufstellen, die den derzeitigen Zustand erklärt.“ Und, so verspricht der Dombaumeister: „2023 werden wir hier eine schöne grüne Oase eröffnen.“

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