Trauer um Motto-Queen Kölner Künstler hat große Idee nach Tod von Marie-Luise Nikuta

Nikuta

Köln trauert um die  kölsche Motto-Queen Marie-Luise Nikuta. Sie starb am Veilchen-Dienstag, 25. Februar 2020,  mit 81 Jahren. 

Köln  – Sie war  die Königin des kölschen Fasteleers: Marie-Luise Nikuta starb an Veilchen-Dienstag im Kreise ihre Familie (hier lesen Sie mehr). Nun weint das kölsche Hätz um seine Motto-Queen. Auch im EXPRESS nehmen Wegbegleiter mit bewegenden Worten Abschied:

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Marie-Luise Nikuta hat als Frau den Fastelovend geprägt wie kaum eine andere. 38 Mal hat sie das Sessionsmotto vertont und sich mit zahlreichen Hits für die Kölschen Jecken unsterblich gemacht. Sie ist aus dem Kölner Karneval nicht weg zu denken und wird sicherlich für ganz viele Kölnerinnen und Kölner unvergessen bleiben.“

Moderator und Ex-Prinz Wicky Junggeburth: „Eine Ikone hat uns verlassen. Das tut mir sehr leid. Aber in ihren Liedern wird sie immer weiterleben. Meine Gedanken sind bei ihrer Tochter Andrea, die sich immer sehr sehr lieb um ihre Mutter gekümmert hat."

Ludwig Sebus: Marie-Luise Nikuta war sehr ehrgeizig

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Altmeister Ludwig Sebus (94): „Ich habe ihre Karriere im Kölner Karneval von Anfang an begleitet. Ich weiß noch, wie sie hochschwanger war und ihr erstes Lied „Kölsch, Kölsch, Kölsch“ gesungen hat.

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Marie-Luise Nikuta und Ludwig Sebus: Sie kannten sich seit Beginn ihrer Karriere.  

Sie war eine sehr ehrgeizige Frau, die das Gefühl hatte, sie müsse sich in der von Männern geprägten Karnevals-Szene immer noch beweisen. Dabei ist sie als erste Frau mit der goldenen Ostermann-Medaille ausgezeichnet worden.“

„Lachende"-Chef Eberhard Bauer-Hofner: „Die Stadt Köln hat einen wunderbaren Menschen und eine Kult-Figur verloren. Sie war immer da, in den 1970ern erst in der Lachenden Sporthalle und später dann in der Lachenden Arena. Ich erinnere mich gern daran, dass meist schon am Dienstag nach der Verkündung des Mottos der nächsten Session das Telefon klingelte. Da war dann Marie-Luise Nikuta dran und  sang uns das neue Mottolied vor." 

Jörg Runge, der „Tuppes vom Land“ (via Facebook):  „Der Rheinische Karneval bedankt und verneigt sich vor Marie-Luise Nikuta, einer großartigen Künstlerin, die für immer ein Teil dieser Stadt sein wird. Maach et joot!" 

Peter Brings: Marie-Luise Nikuta war ein Mädchen aus dem Leben

Peter Brings: „Ich bin total traurig! Ich habe Marie-Luise Nikuta sehr gern gehabt. Sie war ein Mädchen aus dem Leben, sehr handfest und echt.

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Auch Musiker Peter Brings trauert um Marie-Luise Nikuta

Ich erinnere mich noch an viele unserer, sehr oft sehr lustigen Begegnungen. Ihr Tod ist ein großer Verlust."

Künstler Cornel Wachter: „Wie traurig! Sie war eine richtig tolle Frau! Sie ist in einer Zeit, in der sich der Karneval noch schwer tat, auf Schwule und Transsexuelle zugegangen.

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Künstler Cornel Wachter fordert, dass ein Kölner Platz nach Marie-Luise Nikuta benannt wird. 

Die Nikuta hat auf jeden Fall eine Straße, wenn nicht gar einen Platz in Köln verdient!"

Kabarettist Jürgen Becker: Nikuta war eine Bühnen-Granate

Kabarettist Jürgen Becker: „Sie war die erste der traditionellen Karnevalskünstler, die bei der Rosa Sitzung auftrat und dort gefeiert wurde. Marie-Luise Nikuta hatte zu Schwulen und Lesben keine Berührungsängste.  Ich hatte mal mit ihr gemeinsam ein Programm in der Philharmonie. Die Premiere war am 11. September, als in New York der Terrorangriff auf die Twin-Towers war.

Nikuta hat an dem Abend die Leute zum Schunkeln animiert und ist dafür in den Medien heftig kritisiert worden. Da hat sie mit leid getan, denn das hatte sie so nicht gemeint. Sie war einfach eine Bühnen-Granate. Das Lied von der Stroßebahn  singen wir doch immer noch gerne."

Michael Kokott (Jugendchor St. Stephan): „Marie-Luise Nikuta war im Kölner Karneval die bekannteste und erfolgreichste Sängerin. Von manchen wurde sie belächelt. Wer sie aber wie ich persönlich kennenlernen durfte, wusste um ihren Humor und ihr großes Herzblut, das sie in ihre Musik steckte. Das hat Marie-Luise geschafft und das ist ihr großer Verdienst für den Kölner Karneval und für die kölsche Liedkultur. Das war wirklich einzigartig."

Sigrid Krebs, Ex-Sprecherin im Vorstand des Festkomitees: „Über viele Jahre war sie „DIE Frau im Kölner Karneval“, oft belächelt, doch sich selbst immer treu und auch sehr erfolgreich. Schon ihr Köbes-Kostüm war ein klares Statement – denn ein Köbes hat das Sagen… “. Danke für viele schöne Momente!“

Bauchredner Fred van Halen  (via Facebook): „Und wieder hat uns eine große Kölner Karnevalistin für immer verlassen.

Ich bin unglaublich traurig, sie war ein toller und lustiger Mensch mit einem großen Herzen. Ich bin stolz mit ihr zusammen auf der Bühne gestanden zu haben....“

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