Ja, spinnen die denn bei Facebook? Manni Breuckmann wegen „Sex-Bildern“ gesperrt

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Kultreporter Manni Breuckmann kann nicht fassen, was Facebook mit ihm gemacht hat. 

Köln/Düsseldorf – Sportreporter-Legende Manni Breuckmann (66) ist auf Facebook zurzeit nicht zu erreichen. Sein Konto ist gesperrt. Weil er angeblich sexuell anzügliche Fotos hoch geladen hat. Etwa vom Kölner Dom... Hä?

Dass einem gestandenen Radioreporter einmal die Spucke wegbleibt, kann man sich kaum vorstellen. Bei Manni Breuckmann war das jetzt aber so. Und eigentlich war er es, der auf Facebook etwas sperren lassen wollte, Breuckmann: „Auf Facebook gibt es sieben Leute, die unter dem Profilnamen Manni Breuckmann alles Mögliche in die Welt posten. Das hat mir nicht gefallen. Also habe ich beantragt, die zu sperren.“ Was Facebook bei einigen Usern auch machte. 

So bekämpft Facebook sexuelle Inhalte

Inhalte, die mit sexueller Gewalt und Ausbeutung drohen oder diese unterstützen, werden entfernt. Hierzu gehören auch die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger und sexuelle Übergriffe. Um Opfer und Überlebende zu schützen, werden außerdem Fotografien und Videos, die Vorfälle von sexueller Gewalt  zeigen, sowie Bilder, die aus Rache oder ohne die Zustimmung der darin abgebildeten Person geteilt werden, entfernt. Dazu gehört auch die Anforderung sexueller Materialien. Gegebenenfalls kommt es auch  zur Strafverfolgung.

Was Breuckmann dann aber (kurzfristig) sprachlos machte – er, der Antragsteller, wurde gleich mitgesperrt. Die Begründung des sozialen Netzwerks: Er habe die „vereinbarten Standards der Facebook-Gemeinschaft“ nicht eingehalten. Dazu gehöre unter anderem das „Hochladen sexuell expliziter Fotos“.

Hallo, was soll denn hier Sex sein?

Und um diese „explizit sexuellen Fotos“ handelt es sich auf dem Facebook-Konto des Kultreporters: Ein Bild des Kölner Doms mit dem Geißbock im Vordergrund. Breuckmann: „Ein Werk von Linda Berendes, einer befreundeten Künstlerin.“

Ein weiteres Foto zeigt ein Steak mit wenig Spargel und dem Spruch „Endlich wieder Spargelzeit“. Das dritte Foto die harmlose Skulptur „Kö-Tussi“ vom Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly. Hat alles soviel mit Porno zu tun, wie Breuckmanns Lieblingsverein, Schalke 04, aktuell mit der Deutschen Meisterschaft.

Und wie reagiert Breuckmann? „Wenn ich nicht mehr gesperrt bin, werde ich als erstes ein Foto von Skandal-Kicker Kevin Großkreutz beim Besuch einer Dönerbude nach dem Training in Darmstadt hochladen. Mal sehen, wie Facebook reagiert...“
(exfo)

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