Lindenthal Der tägliche Raser-Wahnsinn - auch Sonntag wieder

Der Lindenthalgürtel sieht aus, als sei eine Bombe explodiert.

Der Lindenthalgürtel sieht aus, als sei eine Bombe explodiert.

Köln – Der gelbe Mazda steht völlig zertrümmert an einer Hauswand in Lindenthal, der Gehweg ist verwüstet, verbogene Fahrräder liegen kreuz und quer herum. Der tägliche Raser-Wahnsinn in Köln nimmt kein Ende.
Sonntagfrüh fuhr der 34-Jährige mit seinem Sportwagen viel zu schnell über die Dürener Straße, bog dann ab auf den Lindenthalgürtel. Dabei verlor er die Kontrolle, und der gelbe Flitzer überschlug sich. Wahnsinn: Der Wagen flog dabei in einen Fahrradständer, vor dem zum Glück kein Passant stand.

An einer Hauswand war die Amokfahrt zu Ende. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen; der Unfallort glich einem riesigen Trümmerfeld. Weil die Polizei Alkohol beim Fahrer roch, wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Auffällig: In den vergangenen Tagen jagte eine furchtbare Unfallmeldung die nächste. Ein von einem Brummi zusammengeschobenes Wohnmobil auf der Autobahn, ein Autorennen mit einem toten Beifahrer in einem Taxi oder die PS-Rambos, die auf dem Auenweg eine Radfahrerin (19) totfuhren.

Am Samstag wurde ein Motorrad-Fahrer schwer verletzt, als er unverschuldet vor der Zentrale der Kölner Haie seitlich in einen Kleintransporter krachte. Dessen Fahrer hatte trotz Verbots gewendet.

Ist es Zufall, dass es in diesen Tagen so oft und schwer kracht?

Ein Beamter der Direktion Verkehr bei der Kölner Polizei: „Das schöne Wetter verleitet gerade junge Fahrer dazu, Gas zu geben. Dabei verschätzen sie sich, und die Folgen eines Unfalls sind dann meist durch das hohe Tempo fatal. Insgesamt haben wir in Köln aber ungefähr gleichbleibende Unfallzahlen.“

2014 verloren 21 Menschen auf Kölns Straßen ihr Leben bei Unfällen – drei Opfer weniger als im Vorjahr.

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