„Schalömchen Köln” KVB zeigt neues Bahn-Design – und Stadt wird zum Vorbild

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Die neue Bahn, die gegen Ausgrenzung ein Zeichen setzt.

Köln – In der hektischen, aufgeladenen Zeit der Corona-Pandemie ist es ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus.

Seit Mittwoch (21. Oktober) fährt eine Bahn durch Köln. Sie ist auf der Linie 1, 7, 9, 12 und 15 für die nächsten zwei Jahre unterwegs. Darauf zu sehen ist die israelische Flagge: Auf hellblauem Grund steht in weißen Lettern „Schalömchen Köln” geschrieben, daneben der Davidstern.

Geschaffen hat das der Grafiker Werner Horn.

Die Idee kommt von der Synagogen-Gemeinde Köln. KVB und Stadt waren sofort angetan und setzten sie um.

OB Henriette Reker bei der Vorstellung auf dem Neumarkt in der Innenstadt: „Diese Bahn ist ein klares Bekenntnis zu unseren jüdischen Kölnerinnen und Kölnern“. Auch Andrei Kovacs vom Verein 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, KVB-Chefin Stefanie Haaks und Felix Schotland vom Vorstand der Synagogengemeinde waren dabei.

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Andrei Kovacs, Stefanie Haaks, Henriette Reker und Dr. Felix Schotland vor der Bahn.

Das Echo ließ nicht lange auf sich warten und kommt sogar aus Israel. Begeistert reagierte z.B. der israelische Schriftsteller und Publizist Arye Sharuz Shalicar in den sozialen Netzwerken.

Er schrieb: „DAS ist mit Abstand die schönste Strassenbahn Deutschlands, nur „leider“ in Köln und nicht in meiner alten Heimat Berlin. Was muss geschehen, damit auch Berlin sich endlich einmal so offen für Israel und gegen Antisemitismus einsetzt?“

Positives Echo auf die Kölner KVB-Bahn

Das Posting wurde mehr als 200 Mal geteilt und kommentiert, die große Mehrheit sieht die Schalömchen-Bahn positiv. Sorge wegen Vandalismus gibt es vereinzelt, doch stellvertretend für viele schreibt ein User:

„Ich find es super und sehr couragiert, dass Unternehmer und die KVB solch eine super Werbung betreiben. könnte ruhig in anderen Städten als Beispiel genommen werden.“

Köln als Beispiel für den Kampf gegen den zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft. Damit stellt sich die Stadt neben Frankfurt am Main: Dort gibt es eine Makkabi Bahn und eine mit der Städtepartnerschaft Tel Aviv.

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