Prüfung abgelegt Welche bekannte Kölnerin fährt hier die KVB-Bahn durch die Stadt?

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Ein freundlicher Gruß an die „Kollegen”: Wer steuert hier die KVB-Bahn durch Köln?

Köln – Die tägliche Arbeit der Angestellten am eigenen Leib erfahren. Die Perspektive wechseln. Und das Tagesgeschäft in der Realität, nicht nur auf dem Papier erleben. Was sich viele Kölnerinnen und Kölner von ihren Chefs, Vorständen oder Aufsichtsräten wünschen, ist bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) nun Realität.

KVB in Köln: Chefin Stefanie Haaks darf nun selbst die Bahnen fahren

Wie die KVB am Dienstag (25. August) offiziell mitteilten, hat die Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks nun selbst ihre Fahrprüfung bestanden und damit den Führerschein für die Stadtbahnen der KVB erworben.

„Es war eine sehr anspruchsvolle Ausbildung, aber sie war spannend und hat auch eine Menge Spaß gemacht“, sagte Haaks. Bereits als Kaufmännische Vorständin der Stuttgarter Straßenbahnen AG hatte sie diese Fahrberechtigung auch bereits inne.

Stefanie Haaks: KVB-Chefin braucht neue Fahr-Ausbildung in Köln

Trotzdem: In Köln musste eine neue Ausbildung her. Die Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab) gibt zwar deutschlandweit einheitliche Rahmenbedingungen vor, allerdings sind in jedem Unternehmen spezifische eigene Anforderungen zu beachten.

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„Die Fahrzeugtechnik beispielsweise ist sehr ähnlich, Weichen- und Gleistechnik sind gleich, aber wir haben eine andere Signalordnung als die Stuttgarter“, so Haaks. „Und das Streckennetz musste ich natürlich neu kennenlernen", erklärt Haaks.

Stefanie Haaks: KVB-Chefin darf verkürzte Ausbildung machen

Immerhin: Aufgrund ihrer Vorkenntnisse konnte die KVB-Chefin eine verkürzte Ausbildung absolvieren. Die Prüfung jedoch bestand aus den gleichen fünf Teilen wie bei jedem anderen Stadtbahn-Fahrschüler auch: Fahrschulbogen, mündliche, schriftliche, technische und fahrpraktische Prüfung.

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KVB-Chefin Stefanie Haaks am Steuer einer KVB-Bahn.

Und was hat Haaks gelernt? Vor allem einen noch schärferen Blick für die Verantwortung, die ihre Fahrerinnen und Fahrer jeden Tag tragen: „„Das hohe Verkehrsaufkommen und die Menschenmassen in der Stadt stellen für die Kolleginnen und Kollegen Tag für Tag eine besondere Herausforderung dar.” Ein Grund, stolz auf die Mitarbeiter zu sein: „Mit ihrer verantwortungsvollen Arbeit leisten sie einen ganz wichtigen Beitrag, dass die Stadt mobil bleibt.“

Stefanie Haaks: Aktion soll mehr sein als ein reiner PR-Gag

Übrigens: Die Aktion soll zwar in erster Linie für den Job des Bus- und Stadtbahnfahrers bei der KVB werben (Infos unter www.kvb.koeln/fahrtwind), ist aber weit mehr als ein PR-Gag. „Ich kann mir gut vorstellen, zum Beispiel am Wochenende oder bei besonderen Fahrten etwa zum Rheinenergie-Stadion selbst Bahnen zu fahren“, sagt Haaks.

Zunächst muss sie aber noch 21 Schichten von einem Lehrfahrer begleitet werden. Wie das in den Terminkalender der Chefin eines Kölner Großkonzerns passt, wird sich noch zeigen müssen. (tw)

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