Wieder eine Schock-Nachricht für die Kölner Steuerzahler! Das Pannen-Projekt Nord-Süd-Stadtbahn wird noch teurer. Die Kosten für nur vier Haltestellen verdoppeln sich fast.
Kosten-Hammer in KölnNächste Preis-Explosion bei der Nord-Süd-Stadtbahn

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Die Bonner Straße ist noch bis 2029 eine Baustelle.
Die unendliche Leidensgeschichte der Nord-Süd-Stadtbahn in Köln hat ein neues, teures Kapitel. Am Montag wurde bekannt: Die Ausgaben für vier neue Haltestellen auf der Bonner Straße klettern von den geplanten 84 Millionen auf unfassbare 160 Millionen Euro. Das ist fast eine Verdopplung!
Für den klammen Kölner Stadthaushalt ist das ein weiterer Tiefschlag. Und es ist völlig offen, ob das schon alles war. Die Verwaltung schließt nicht aus, dass die Summe am Ende sogar noch höher liegen könnte.
Das sind die Gründe für das Kosten-Chaos
Seit der Katastrophe mit dem eingestürzten Stadtarchiv am Waidmarkt vor 17 Jahren ist das Vorhaben von Pannen und Kostensteigerungen geplagt. Dabei soll die Bahn nach Fertigstellung Fahrgäste in nur 16 Minuten vom Hauptbahnhof direkt bis nach Rondorf bringen.
„Wir gestalten hier die gesamte Straße von Hauskante zu Hauskante neu und stellen uns den Herausforderungen, mit denen wir es im Stadtgebiet Kölns zu tun haben und die zu den Mehrkosten geführt haben“, erklärt Mobilitätsdezernent Ascan Egerer die Situation.
Die Gründe für die Kosten-Explosion sind vielfältig. Die Bauzeit verlängert sich um fünf Jahre, was allein die externen Projektsteuerer mit 20,8 Millionen Euro mehr vergütet haben wollen. Ein riesiger Posten ist laut Stadtverwaltung die extrem aufwendige Suche nach Bomben aus dem Weltkrieg. Diese von der Bezirksregierung geforderte Maßnahme verschlingt zusätzliche 31,7 Millionen Euro.

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Verlängerung der Nord-Süd-Stadtbahn über die Bonner Straße
Aber das ist noch nicht alles. Weitere 5,1 Millionen Euro kamen durch unvorhergesehene Kabel- und Leitungsfunde, einen nötigen Bodenaustausch, aufwendigen Schutz für Bäume und Wurzeln sowie außerplanmäßige Verkehrssicherungen zusammen.
Gemeint ist damit der schier endlose Dschungel aus rot-weißen Absperrungen entlang der Bonner Straße. Unglaubliche 5000 dieser Schutzelemente hat die Stadt aufstellen lassen – für monatliche Kosten von 80.000 Euro. Ein echter Hammer!
Ein weiterer Knackpunkt: Die ursprüngliche Kalkulation ist von 2015. Die Aufträge an die Baufirmen wurden aber erst sechs Jahre später vergeben. Zu diesem Zeitpunkt waren die Baupreise längst durch die Decke gegangen und die Berechnung laut Stadt Köln wertlos.
Zusätzlich musste nach Klagen ein Schallschutz eingeplant werden, der anfangs nicht im Budget war. Diese beiden Posten zusammen verursachten weitere Kosten von 18,4 Millionen Euro.
Stadt hofft auf zusätzliche Fördergelder
Unterm Strich ergibt das Mehrkosten von 76 Millionen Euro. „Die Kostenentwicklung basiert auf dem aktuellen Sachstand und gilt als realistische Einschätzung der Gesamtkosten“, lässt die Stadt dazu verlauten.
Eine finale Summe steht aber erst nach Prüfung aller Nachträge und dem Ende der Verhandlungen fest. Noch in diesem Jahr werden weitere Aufträge ausgeschrieben. Die Stadt warnt bereits: „Im Zuge der fortlaufenden Ausschreibungen und Bauarbeiten können sich Kostenänderungen ergeben, über die der Rat bei Bedarf unterrichtet wird.“ Im Klartext: Es kann noch schlimmer kommen.
Um das riesige Loch im Haushalt zu stopfen, hat die Stadt bei Bund und Land um mehr Geld gebeten. Ein Zuschuss von 48 Millionen Euro ist schon bewilligt, weitere 45 Millionen Euro wurden beantragt.
Die Nord-Süd-Stadtbahn ist das zentrale Projekt für den Ausbau der Schienen in Köln. Die ersten beiden Phasen umfassten einen Tunnel vom Hauptbahnhof über den Heumarkt und die Severinstraße zur Markstraße. Dort startet die dritte, oberirdische Phase über die Bonner Straße zum Verteilerkreis. Eine vierte Stufe als Verlängerung bis nach Rondorf ist ebenfalls schon beschlossen.
Seit dem Archiv-Unglück im März 2009 ist die Strecke am Waidmarkt unterbrochen. Teilabschnitte wie die Linie 5 (Hauptbahnhof-Heumarkt) und die Linie 17 (Severinstraße-Bonner Wall) sind zwar schon in Betrieb. Doch erst 2032 soll die Lücke geschlossen und die Strecke durchgängig befahrbar sein.
Schon vorher soll aber die dritte Bauphase auf der Bonner Straße fertig sein. Die vier neuen Haltestellen Cäsarstraße, Bonner Straße/Gürtel, Ahrweilerstraße, Arnoldshöhe sollen laut den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) 2029 in Betrieb gehen. Dezernent Egerer gibt sich zuversichtlich: „Nach der Aufarbeitung bin ich zuversichtlich, dass wir den vorgesehenen Zeitplan nun einhalten können und die Bonner Straße mit der neuen Stadtbahn nach Inbetriebnahme ein hervorragendes Bild – mit schneller Anbindung an die Innenstadt – abgeben wird.“ Die Stadt Köln werde die weitere Entwicklung „transparent kommunizieren“. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
