Was hängt da denn dran? Kölns hässlichster Weihnachtsbaum am Rhein entdeckt

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Kölns hässlichster Weihnachtsbaum und der KRAKE-Vorstand (v.l.n.r. Jan Odenthal, Christian Stock, Franz Roling)

Köln – Was ist das für ein Weihnachtsbaumschmuck? Wie hässlich!

Aber hier ging es den Dekorateuren nicht um Schönheit, sondern ums Prinzip. Die Kölner Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit (KRAKE) hat in Stammheim direkt am Rhein, den wohl hässlichsten Weihnachtsbaum Kölns geschmückt.

Köln: Baum mit Corona-Einwegmasken geschmückt

Am Baum hingen nicht schöne bunte Kugeln, sondern am Rhein gefundene und auf den Boden geworfene Einwegmasken. Also eigentlich Müll.

Christian Stock, Gründer des Vereins: „Unsere Freunde von den City Cleaners Germany haben im November unter dem Hashtag Novembermasken dazu aufgerufen alle, gefundenen Einwegmasken zu zählen und zu dokumentieren. Da waren wir als KRAKE natürlich sofort dabei, wollten aus dem Müll aber auch noch irgendetwas Anschauliches machen.“

Das Ergebnis: ein wirklich hässliches Bäumchen.

Kölner KRAKE-Gründer sammelt alleine 155 Masken 

Deutschlandweit kamen bei der Sammelaktion insgesamt 9438 Masken zusammen. Alleine Christian Stock sammelte im Aktionszeitraum eigenhändig 155 Stück ein. Das sei nur die Spitze des Eisbergs, ist er sich sicher. Man müsse sich ja nur mal die Parkplätze der Supermärkte anschauen.

„Uns ist natürlich ganz wichtig, dass dies keine Aktion gegen das Tragen der Masken ist, sondern gegen das achtlose Entsorgen in der Natur oder auch auf der Straße“, erklärt Jan Odenthal, zweiter Vorsitzender der KRAKE.

Idealerweise würden die Menschen einfach wiederverwendbare Stoffmasken nutzen. Aber zumindest könne man von den Kölnern erwarten, dass die Masken nicht auf dem Boden landen.

Da die Einwegmasken weder kompostier- noch recycelbar sind, gehören sie in die Restmülltonne.

Dort landete übrigens auch der im Anschluss an das Foto wieder aus dem Baum entfernte Weihnachtsschmuck. (mt)

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