Unterschätzter Klassiker Rosenkohl – vielseitig und lecker

Das Gemüse eignet sich mit seinem würzig nussigen Geschmack als Zutat in Aufläufen, Suppen, Salaten, Pasta oder Curry.

Das Gemüse eignet sich mit seinem würzig nussigen Geschmack als Zutat in Aufläufen, Suppen, Salaten, Pasta oder Curry.

Selten spaltet ein Gemüse die Meinung am Essenstisch wie dieses. Die einen lieben den kleinen Kohl, die anderen mögen den leicht bitteren Geschmack gar nicht. Besonders Kinder lehnen ihn häufig konsequent ab. Als Beilage wird das Wintergemüse besonders gerne zu Kotelett, Gänsebraten und Co. gereicht, mit Kartoffeln zu Stampf verarbeitet oder als Alternative zu Rotkohl serviert.

So viel Vitamin C wie kein anderer Kohl

Wie alle Kohlsorten ist auch Rosenkohl sehr gesund: Er enthält etliche Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel rund 115 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm - das ist fast eine Tagesration und mehr als bei jedem anderen Kohl. Außerdem enthält Rosenkohl verschiedene B-Vitamine, viel Folsäure für die Zellen, Zink für Haut und Haare, Eisen für die roten Blutkörperchen und Kalium zum Entwässern.

Hell-, dunkelgrün oder lila

Als klassisches Wintergemüse hat Rosenkohl von September bis in den März hinein Saison. Der frühe Rosenkohl hat dabei meist hellgrüne Blätter, später geerntete Sorten sind eher dunkelgrün. Seltener zu finden ist lilafarbiger Rosenkohl. Diese Variante unterscheidet sich geschmacklich nicht vom grünen Rosenkohl. Frischen Rosenkohl erkennt man an festen, geschlossenen Röschen ohne welke oder gelbe Blätter. Die Schnittflächen an den Strünken sollten glatt und hell sein.

Kühl lagern oder einfrieren

Ähnlich wie Grünkohl verbessert auch Rosenkohl seinen Geschmack, wenn die Pflanze Frost oder kalten Temperaturen ausgesetzt war. Ein Teil der enthaltenen Stärke wandelt sich dann in Zucker um, der Kohl wird aromatischer und milder.

Im Kühlschrank ist er etwa vier Tage haltbar. Frischer Rosenkohl lässt sich aber auch sehr gut einfrieren. Dazu die geputzten Röschen zuvor etwa fünf Minuten blanchieren und leicht trocken tupfen. Im Tiefkühlfach hält Rosenkohl für etwa ein Jahr. Der einzige Nachteil von aufgetautem Rosenkohl ist, dass er nicht mehr so schön knackig ist wie das frisch zubereitete Kohlgemüse.

Leckereien mit Rosenkohl

So bereiten Sie Rosenkohl zu

• Vor dem Kochen die äußeren Blätter entfernen und den Strunk rausschneiden, so verliert der Rosenkohl seine Bitterkeit.
• Den Rosenkohl in Salzwasser je nach Größe etwa acht bis zwölf Minuten kochen. Dann bleiben die Röschen fest und haben noch etwas Biss.
• Eine weitere Möglichkeit der Zubereitung ist, die Blätter einzeln abzutrennen und kurz zu blanchieren. Danach die Blätter in der Pfanne kurz anbraten oder nach Belieben mit anderem Gemüse vermischt als Salat servieren.
• Wer den intensiven Kohlgeschmack ein wenig abmildern möchte, gibt etwas Zucker oder Milch in das Kochwasser.
• Menschen mit empfindlichem Magen können Rosenkohl mit etwas Kümmel oder Fenchelsamen zubereiten, um ihn bekömmlicher zu machen.
• Als Beilage serviert, schmeckt Rosenkohl sehr gut mit etwas Butter und Muskatnuss oder wahlweise einigen angerösteten Mandelblättern.

Rosenkohl-Möhren-Auflauf

Zutaten (für vier Personen)

  • 300 g Rosenkohl
  • 300 g Möhren
  • 2 Eier
  • 120 ml fettarme Milch
  • 100 g Mehl
  • 1 El Butter
  • 1 Tl getrockneter Oregano
  • 2 El grob gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung
Die Eier trennen, Eigelbe, Milch, Mehl, Oregano, etwas Salz und Pfeffer verrühren. Butter zerlassen und unterrühren. Den Teig 20 Minuten quellen lassen.
Rosenkohl putzen, den Strunk kreuzweise einschneiden. Möhren längs halbieren oder vierteln, je nach Dicke der Möhren. Rosenkohl in kochendem Salzwasser zehn Minuten bei mittlerer Hitze garen, Möhren nach vier Minuten zugeben und mitgaren. Dann alles abgießen und gut abtropfen lassen.
Den Ofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und unter den Teig heben. Die Hälfte des Gemüses in eine Auflaufform geben, den Teig darüber gießen. Mit dem restlichem Gemüse belegen. Im heißen Ofen auf der untersten Schiene 25 bis 30 Minuten backen. Mit Petersilie bestreut servieren.

Rosenkohl-Curry

Zutaten (für zwei Portionen)

  • 300 g Rosenkohl
  • 400 g Süßkartoffeln
  • 200 ml Kokosmilch
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 30 g frischer Ingwer
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 El Butter
  • 1,5 Tl Currypulver
  • Salz
  • 1 Limette
  • 0,5 Granatapfel
  • 0,5 Bund Koriander

Zubereitung
Ingwer, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Rosenkohl putzen, dabei die äußeren Blätter entfernen. Den Strunk jeweils dünn abschneiden. Die Röschen je nach Größe halbieren oder vierteln. Süßkartoffeln schälen und in elf je zwei Zentimeter große Stücke schneiden.
Butter erhitzen. Ingwer, Zwiebeln und Knoblauch zwei Minuten darin dünsten. Rosenkohl und Süßkartoffeln zugeben und vier Minuten mitdünsten. Gemüse mit Curry bestäuben und unter Rühren kurz rösten.
Kokosmilch und Brühe zugießen, aufkochen und alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 15 Minuten garen. Inzwischen den Granatapfel quer halbieren. Kerne herauslösen.
Rosenkohl-Curry mit Salz und einigen Spritzern Limettensaft abschmecken. Mit grob gehacktem Koriandergrün und Granatapfelkernen bestreut servieren.

Cremige Rosenkohlsuppe

Zutaten (für sechs Portionen)

  • 500 g Rosenkohl
  • 300 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 30 g Butter
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 250 ml Schlagsahne
  • 70 g durchwachsener Speck
  • 1 El Öl
  • 2 Scheiben Toastbrot
  • 3 Stiele Petersilie
  • Muskat
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung
Rosenkohl putzen, einige äußere Blättchen ablösen und beiseitelegen. Die Kartoffeln schälen, waschen und grob würfeln. Zwiebel fein würfeln. 30 Gramm Butter in einem Topf zerlassen, Rosenkohl, Kartoffeln und Zwiebeln darin andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der Gemüsebrühe und der Schlagsahne ablöschen, aufkochen und zugedeckt 25 Minuten köcheln lassen.
Den durchwachsenen Speck fein würfeln. In einer beschichteten Pfanne in einem Esslöffel Öl kross anbraten. Dass Toastbrot fein würfeln. Speck aus der Pfanne nehmen und Toastbrot im Speckfett goldbraun anbraten. Blättchen von drei Stielen Petersilie abzupfen, fein hacken und mit dem Speck unter die Brot-Croûtons mischen.
Die Suppe fein pürieren, die beiseitegelegten Rosenkohlblättchen in die Suppe geben und darin ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Mit den Croûtons anrichten.

Im Vergleich zu anderen Kohlsorten zählt er zu den relativ jungen Gemüsearten: Erst im 19. Jahrhundert verbreitete er sich in Europa. Dort wurde er zuerst er in Belgien angebaut, weshalb er bis heute auch den Namen "Brüsseler Kohl" oder "Brüsseler Sprossen" trägt.

Den Rosenkohl und weiteres regionales Wintergemüse finden Sie auf allen 38 Kölner Wochenmärkten. Ein Besuch lohnt sich.

Kölner Wochen- und Ökomärkte

„Vielfalt genießen“ – Die Kölner Wochenmärkte bieten ihren Kunden ganzjährig ein riesiges Angebot. Ob saisonale, regionale oder ausgefallenere Produkte, fast alles ist auf den 38 Wochen- und vier Ökomärkten zu finden.

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