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Gesundes Wintergemüse: Zehn Fakten über Grünkohl

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Zur kalten Jahreszeit sind besonders deftige Gerichte mit Grünkohl sehr beliebt.

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casanisa/stock.adobe.com

Kennen Sie den Grünkohlkönig? Zahlreiche Prominente durften diesen Titel bereits tragen. Wer dazu zählt und weitere interessante Fakten zum beliebten Gemüse erfahren Sie hier.

Wo kommt der Grünkohl her?

Die wenigsten wissen, dass Kohl bereits sehr früh auf dem eurasischen Kontinent verbreitet war. Grünkohl stammt vom Wildkohl ab. Diese Art kommt heute noch in den Mittelmeerländern, an der Atlantikküste sowie auf Helgoland vor. Seit dem dritten Jahrhundert vor Christus wird der grüne Krauskohl in Griechenland angebaut. Auch die Römer waren Fans des gesunden Gemüses. In Deutschland finden sich erste Nachweise in Kräuterbüchern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. 

Wie gesund ist das Gemüse?

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Schwangere brauchen 450 bis 550 Mikrogramm Folsäure pro Tag.

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Martinan/stock.adobe.com

Grünkohl enthält so viel Vitamin C wie kaum ein anderes Gemüse – in 200 Gramm stecken 210 Milligramm des Vitamins, die doppelte Menge unseres Tagesbedarfs. Das kurbelt die Fettverbrennung an. Sowohl das im Gemüse enthaltene Vitamin A als auch Lutein sind gut für unsere Augen. Mit etwa 500 Milligramm Kalium pro 100 Gramm wirkt Grünkohl außerdem entwässernd. Mit seinem hohen Eisengehalt fördert er ebenso die Blutbildung. Zudem ist das Gemüse gut für Knochen und Zähne: Dafür sorgen etwa Calcium und Phosphor. Vitamin E schützt die Zellen vor schädlichen Stoffen. Darüber hinaus ist das Gemüse besonders gut für Schwangere: 375 Mikrogramm Folsäure sind in 200 Gramm Grünkohl enthalten. Der Tagesbedarf einer Schwangeren liegt bei 450 bis 550 Mikrogramm.

Wann wird geerntet?

Grünkohl kann den ganzen Winter über geerntet werden. Wer glaubt, das Gemüse sei auf jeden Fall nach dem ersten Frost reif, irrt. Es kommt auf die späte Ernte und allgemein kühle Temperaturen an. Reifer Grünkohl enthält kaum Stärke, bildet aber Traubenzucker und schmeckt dadurch süßer. Kahlfröste ab minus zehn Grad Celsius sollten allerdings vermieden werden.

Worauf sollten Sie beim Einkauf achten? 

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Frische Kohlköpfe zeichnen sich durch saftig-grüne Blätter aus.

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Knackige, gekrauste Blätter mit einer saftig-grünen Farbe sprechen für Frische und guten Geschmack. Welke, trockene Blattspitzen sollten Sie dagegen liegen lassen. 

Wie lagern Sie das Gemüse am besten?

Wer möglichst viele Nährstoffe zu sich nehmen möchte, sollte den frischen Kohl nicht länger als vier bis fünf Tage im Gemüsefach des Kühlschranks liegen lassen. Zum Einfrieren eignet sich das Gewächs ebenfalls. Dafür einfach die Blätter kurz in kochendem Salzwasser blanchieren.

Wie kann das Gewächs zubereitet werden?

Ob mit „Pinkel“, Speck oder Kasseler, als Salat oder im Smoothie – Grünkohl kann auf zahlreiche Weisen schmackhaft zubereitet werden. Ein Vorschlag von Profikoch André Karpinski von Kaiserschote Feinkost Catering:

Welche regionalen Besonderheiten gibt es in Deutschland?

Typisch für Nordwestdeutschland ist Grünkohl mit „Pinkel“, einer geräucherten Grützwurst. Im Osnabrücker Land, Hamburg und Schleswig-Holstein wird das Gemüse traditionell mit Kasseler, Kohlwurst oder grober Bratwurst gegessen. Dazu werden Bratkartoffeln serviert, die oft auch mit Zucker bestreut werden.

Wo auf der Welt ist das Gemüse ebenfalls beliebt?  

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Gesund und farbenfroh: ein Smoothie mit Grünkohl.

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nblxer/stock.adobe.com

Die Niederländer servieren „boerenkoolstamppot“, einen Eintopf aus Grünkohl und Kartoffeln mit Räucherwurst aus Geldern. Dänen und Schweden essen das Wintergemüse traditionell an den Festtagen zum Weihnachtsschinken. In den USA schwören zahlreiche Promis auf Kale-Salat und Grünkohl-Smoothies.

Welchen Beitrag leistet das Gewächs bei der Forschung?

Dank Grünkohl konnte die Verseuchung des Dortmunder Hafens durch die Envio AG mit giftigen Chlorverbindungen erkannt werden. Das Gemüse half zudem in Duisburg dabei, die Erfolge von Maßnahmen zur Reduzierung der Dioxine-Emissionen zu beobachten. Am zukünftigen Flughafen Berlin Brandenburg sollen mit dem grünen Gewächs die Umweltauswirkungen von Luftverkehr und Flughafenbetrieb beobachtet werden.

Wer war schon Grünkohlkönig?

​In vielen Gemeinden wird das Grünkohlessen richtig zelebriert. Sogar Kohlkönige werden gekürt. Osnabrücker und Dresdener vergeben diese Würde an Prominente aus Wirtschaft, Unterhaltung, Politik oder Sport. Angela Merkel, Andrea Nahles, Peter Altmaier oder Christian Wulff durften sich zum Beispiel schon Oldenburger Grünkohl-König nennen.