Kölner Wirte atmen aufAußen-Gastro bleibt auch im Winter offen – und nicht nur das

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Die Frage der Außengastronomie ist unter Gastronomen und Anwohnern heikel.

von Markus Krücken (krue)

Köln – Wichtige Botschaft für alle Kölner City-Gastronomen und ihre Freunde: Die Außen-Gastronomie ist auch im Winter möglich. Und nicht nur das: Sie wurde sogar um ein ganzes Jahr bis zum 31. Oktober 2021 verlängert!

Der Antrag der Grünen in der Sitzung der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) am Mittwochabend kam um 20.15 Uhr im Historischen Rathaus auf die Tagesordnung.

Und wurde von der Mehrheit (Grüne, SPD, Linke, FDP, GUT und Deine Freunde) durchgewunken.

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Die alle fünf Jahre gewählte Bezirksvertretung ist als eine Art „Stadtbezirksparlament“ für den gesamten Stadtbezirk Innenstadt inklusive Deutz zuständig.

Kölner Außen-Gastro: Unterschiedliche Positionen in der Diskussion

Stefan Fischer (Grüne) bei seiner Rede : „Die Gastronomie gehört zu Köln, wie unser Dom. Die Betriebe brauchen in dieser schwierigen Zeit Planungssicherheit, die wir mit diesem Beschluss schaffen wollen."

Es gab aber auch andere Positionen. Die CDU wollte eine Verlängerung nur quartalsweise. Günter Leitner (CDU): „Wir wissen nicht, wie die Pandemie sich entwickelt und wollen deswegen die Verlängerung nur quartalsweise."

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Symbolfoto: Wie hier im Reissdorf am Hahnentor soll es nach dem Vorschlag der Grünen auch im Winter im Freien Sitzplätze geben.

Anwohner, die sich über mangelnde Parkplätze zuletzt grämten, dürften nicht gerade erfreut sein über die Entscheidung, die letztlich gefällt wurde.

Doch natürlich sind die Wirte über die Entscheidung happy. Sie haben nun ein paar Monate Spielraum, können Lösungen erarbeiten, um den Gästen auch bei Minusgraden ein Gastronomie-Erlebnis draußen im Winter ermöglichen zu können. Und logischerweise mehr Chancen auf Umsätze.

Das sagt die IG Kölner Gastro zum Beschluss

Daniel Rabe von der IG Kölner Gastro: „Wir hatten damit gerechnet, aber begrüßen das natürlich sehr! Eine richtig gute Sache! Es wird gute kreative Lösungen geben, dass man es warm bekommt da draußen."

Rabe weiter: „Klar ist auch, dass man auf einen milden Winter hoffen muss. Denn sich den Arsch auf einer Parkplatzfläche abzufrieren, wollen die Leute eher auch nicht."

Kommen jetzt Mini-Weihnachtsmärkte?

Antje Kosubek von den Grünen: „Die Gastronomen können so unterstützt werden, denen wegen der Abstandsregeln weniger Plätze in den Innenräumen zur Verfügung stehen. Wenn jetzt noch die Weihnachtsmärkte abgesagt werden, wo sollen die Leute überhaupt noch hin?"

Martin Schlüter, ebenfalls IG Gastro, denkt schon einen Schritt weiter: „Wir denken daran, eine Art Mini-Weihnachtsmarkt mit Glühwein und Bratwurstbuden bei uns im Reissdorf am Hahnentor zu machen."