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Corona-Hammerwert in KölnVeedel im Negativ-Fokus – Armin Laschet macht Impf-Ansage

armin laschet mit maske

Ministerpräsident Armin Laschet hat am Mittwoch (28. April) über die Inzidenzwerte in Kölner Stadtteilen gesprochen. Hier ist er beim Drive-In-Impfzentrum in Schwelm am 7. April zu sehen.

von Madeline Jäger (mj)

Köln – Kommt jetzt eine neue Impfstrategie für Köln? Die Stadt will Stadtteile mit hoher Inzidenz bevorzugt impfen. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60) hat das Thema am Mittwoch (28. April) im NRW-Landtag angesprochen und sich dabei auf die schlimme Lage in Köln-Chorweiler fokussiert.

  1. Bestimmte Kölner Stadtteile aktuell mit Hochinzidenzen
  2. Stadt Köln diskutiert Stadtteile mit Hochinzidenzen bevorzugt zu impfen
  3. Armin Laschet im Landtag über Köln-Chorweiler und Hahnwald

Köln-Chorweiler mit Inzidenz von über 500

In Chorweiler liegt die sieben-Tage Inzidenz aktuell bei 520,1. Auch in anderen Köln Stadtteilen zeigt sich gerade, wie unterschiedlich stark sich das Coronavirus verbreitet.

In Gremberghoven liegt die Inzidenz sogar bei 717. Auffällig bei den Corona-Inzidenzen in Köln: Vor allem auf der rechten Rheinseite – von Mülheim bis Porz – sind die Inzidenzwerte extrem hoch. Doch in Köln gibt es auch andere große Ausnahme-Werte: In Fühlingen liegt die Inzidenz gerade bei 0.

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Kölner Corona-Lage: Armin Laschet zeigt sich beeindruckt

Ministerpräsident Armin Laschet richtete den Blick vor allem nach Chorweiler: „Mich hat besonders das Beispiel aus Köln beeindruckt. Köln-Chorweiler Inzidenz 500, Köln-Hahnwald Inzidenz 0. Daran kann man erkennen, wo im Moment unsere Schwierigkeit ist“, so der NRW-Ministerpräsident vielsagend.

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Köln-Chorweiler hat mit einem Inzidenzwert von über 500 zu kämpfen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die schwierige Lage am Mittwoch (28. April) im Landtag angesprochen. 

„Da wo Menschen in besengteren Wohnverhältnissen leben, ist die Gefahr sich anzustecken größer, als bei jemandem, der in einem großzügig angelegten Einfamilienhaus wohnt. Daraus entsteht eine soziale Frage. Und deshalb müssen wir jetzt hier auch einen besonderen Schwerpunkt setzen, dass dort geimpft werde muss, wo Menschen enger zusammenleben als anderswo.“ Doch das sei nicht so einfach umzusetzen, betonte Laschet.

Die Stadt Köln hatte mit dem Fraunhofer-Institut bereits Ende März diese Problematik in einer Studie vorgestellt.

Schon zu diesem Zeitpunkt hatte die Ausbreitung des Coronavirus vor allem in rechtsrheinischen Veedeln Fahrt aufgenommen. Die damalige Reaktion der Stadt: Vermehrtes Testen im Rechtsrheinischen und Aufklärungsarbeit.

Köln: Stadt will am Freitag (30. April) im Krisenstab über Impfstrategie entscheiden

Nun erwägt die Stadt Köln, in Stadtteilen mit hohen Inzidenzen auch bevorzugt zu impfen. Aktuell geht das jedoch wegen der starren Impf-Priorisierungsgruppen noch nicht.

Daher laufen momentan Gespräche mit dem Land NRW, um die Priorisierung entsprechend aufweichen und um zusätzliche Impfdosen in den stark betroffenen Veedeln verimpfen zu können. Das bestätigte ein Stadtsprecher auf EXPRESS-Anfrage.

Rede im NRW-Landtag: Armin Laschet spricht über Impf-Skepsis 

Aus Armin Laschets Rede geht klar hervor, dass er sich für die Impfungen in Kölner Hochinzidenz-Stadtteilen ausspricht. 

Der Ministerpräsident im Landtag: „Dazu brauchen wir die Kompetenz der örtlichen Impfzentren, die genau wissen, wo die Hilfe erforderlich ist. Und wir wollen auch denen, die aus einer anderen kulturellen Erfahrung heraus, eine Skepsis beim Impfen haben, die Chancen erklären – die mit dem Impfen verbunden sind. Wenn die ganze Gesellschaft zusammen halten soll, darf es nicht von der Postleitzahl abhängen, wo die Inzidenzen hoch sind.“

Doch genau das, ist momentan in Köln der Fall, wenn man sich die virtuelle Karte der Stadt Köln so anschaut.

Köln: Gerechtigkeit in Kölner Stadtteilen durch mehr Impfungen?

Laschet will nun als erste Reaktion darauf, einen „ganz besonderen Schwerpunkt setzen". Dazu würden auch Informationskampagnen in Kölner Veedeln und mobile Teams gehören. Die kommenden Erst-und Zweitimpfungen würden hier in den kommenden Monaten zu mehr Gerechtigkeit beitragen.

Ob es zur neuen Impfstrategie in Köln kommt, bespricht der Krisenstab der Stadt Köln in seiner Sitzung am Freitag (30. April).