Kölner Rocker-Krieg Wild West! Polizei sagt Bandidos und Hells Angels den Kampf an

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Köln – Jetzt sagt die Kölner Polizei den Rockern den Krieg an!

Die brutalen und gefährlichen Auseinandersetzungen zwischen Rockerbanden gefährden nach Einschätzung der Polizei derzeit die öffentliche Sicherheit in Köln (hier mehr dazu lesen).

Dazu fand Polizeipräsident Uwe Jacob jetzt deutliche Worte: „Mitten auf Kölner Straßen wird mit hochkarätigen Waffen geschossen. Als wären wir hier im Wilden Westen wird hier rumgeballert.“ Das wolle er nicht länger hinnehmen.

Polizei: Es hätte schon Tote geben können 

Bei einem Angriff unter Rockern wurden an der Kalker Post zuletzt zwei Passanten verletzt. Es sei ein „glücklicher Zufall, dass bisher noch niemand zu Tode gekommen“ sei, sagte Klaus-Stephan Becker, Leiter Direktion Kriminalität. 

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Der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob sieht wegen des anhaltenden Rocker-Kriegs die öffentliche Sicherheit in Gefahr.

Der Konflikt, der seit fast zwei Jahren völlig eskaliert, wurde von den Bandios ausgelöst. Der Kölner Bandido-Chef Aykut Ö. feierte im Mai 2017 seinen 30. Geburtstag auf den Ringen. Vor wenigen Wochen eröffnete seine Frau eine Shisha-Bar auf den Ringen - eine pure Provokation für die Hells Angels, die das nicht hinnehmen wollen.

Polizei sucht Bandidos-Chef

Die Kölner Polizei will künftig härter gegen rivalisierende Rockerbanden vorgehen. Am Mittwoch stürmte die Polizei die Luxus-Wohnung von Bandidos-Chef Aykut Ö. (31), der seit den Schüssen am Hauptbahnhof untergetaucht ist. Weil er im Verdacht steht, auf seinen früheren Freund und jetzigen Rivalen Orhan A. (28) geschossen zu haben, will die Polizei ihn vernehmen.

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Gegen Bandido-Chef Aykut Ö. gibt es jetzt einen Haftbefehl.

Polizei Köln gründet Sondereinheit

Die Polizei gründete wegen der Rocker-Unruhen eine „Besondere Aufbauorganisation“(BAO). Dies bedeutet, dass sich jetzt eine Ermittlungsgruppe aus erfahrenen Beamten ausschließlich um den eskalierenden Rocker-Krieg kümmert. Neben Durchsuchungen und Kontrollen werden Mitglieder der kriminellen Banden auch mit dem Finanzamt zu tun bekommen. Denn die Behörden wollen wissen, wie die Männer ihre teuren Luxusautos bezahlen.

Rocker aus der Türkei, dem Kosovo und Nordafrika

Rund 180 Mitglieder der Bandidos, Hells Angels, dem Gremium und anderen kleinen Clubs gibt es im Raum Köln derzeit. Hinzu kommen viele Migranten aus der Türkei, Nordafrika und dem Kosovo, die in Unterstützer-Clubs organisiert sind. Die junge Männer erhoffen sich Geld, Macht und Status  bei den Rockern. Die meisten von ihnen haben dabei nicht einmal einen Motorrad- oder Autoführerschein.

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