Nichts ging mehrIllegale Zocker flüchten vor Kölner Polizei an ungewöhnlichen Ort

Glücksspiel

von Iris Klingelhöfer (iri)

Köln – Glücksspiel scheint eins der Dinge zu sein, das die Kölner in der Coronazeit mit am meisten vermissen. Denn schon wieder hat die Polizei eine illegale Zockerrunde auffliegen lassen. Der Einsatz war im wahrsten Sinne des Wortes ein Griff ins Klo. 

  1. Nach Zeugenhinweis Einsatz in Köln-Ehrenfeld
  2. Kölner Zocker flüchteten auf die Toiletten
  3. Einsatzkräfte stellen Automaten sicher

Die Einsatzkräfte hatten einen heißen Tipp bekommen. Prompt standen Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Polizisten am Dienstag (23. Februar) gegen 23 Uhr bei einem Bistro auf der Gutenbergstraße in Köln-Ehrenfeld auf der Matte. In einem dortigen Lagerraum im Keller sollte, so der Hinweisgeber, dem illegalen Glücksspiel gefrönt werden. 

Kölner Bistro-Keller: Zehn Männer treffen sich zum Glücksspiel 

Tatsächlich hatte sich dort eine illustre Glücksspielrunde von insgesamt zehn Männern getroffen. Einige der Teilnehmer wurden bei dem Einsatz allerdings woanders aufgegriffen  – denn die hatten sich, vermutlich aus Angst vor Konsequenzen, auf den Toiletten eingeschlossen. 

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Die Beamten stellten neben mehreren Gesellschaftsspielen auch einen nicht zugelassenen Spieleautomaten sicher. „Einen zweiten Automaten, dessen technische Überprüfung überfällig war, versiegelte das Ordnungsamt“, so ein Polizeisprecher. 

Neben einem Strafverfahren wegen illegalen Glücksspiels laufen nun weitere Ermittlungen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung sowie das Gewerberecht. Der Betreiber des Bistros war bei dem Einsatz nicht angetroffen worden.

Erst am Donnerstag (18. Februar) war die Polizei wegen einer illegalen Zockerbude in Köln-Meschenich im Einsatz. Am 5. Februar in einem Café an der Mülheimer Keupstraße. (iri)