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Jahrelange Posse Kölner (45) bekommt Post nicht – der Grund ist ein schlechter Scherz

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Der Kölner Sascha Wallerus bekommt keine Post und hat dadurch große Probleme.

Köln – Nichts als Luft und Leere im Briefkasten von Sascha Wallerus aus Sürth. Wieder einmal. Der 45-Jährige fühlt sich ausgeschlossen, abgehängt, vernachlässigt. Und das seit Jahren. „Hilfe, ich kriege keine Post“, sagt er in seiner Not und wandte sich an den EXPRESS. Alle Beschwerden und Reklamationen halfen offenbar nicht. Kann das sein?

Kölner kriegt keine Post: EXPRESS war vor Ort in Sürth

EXPRESS besuchte Wallerus und schaute sich die fragliche Adresse in Sürth an.

Die Industriestraße 163 haben zahlreiche namhafte Kölner Firmen, unter anderem der Kampfsport-Ausrüster „Paffen Sport“ als Adresse. Hier wohnt Wallerus mit seiner Familie in einer Privatwohnung.

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Sein Name steht ordnungsgemäß auf einem Briefkasten, nur einen Steinwurf von der Straßeneinfahrt entfernt.

Keine Post für Kölner: Das bringt privat wie beruflich Probleme

Eigentlich sieht alles völlig normal aus, doch in dem Unternehmer brodelt es: „Dass hier immer wieder über längere Strecken gar keine Post ankommt, ist für mich eine Katastrophe. Sowohl privat als auch beruflich. Verträge können mir nicht zugestellt werden. Kontoauszüge gehen verloren. Wenn ich sie anfordere, kostet das viel Geld. Wenn die Stadt die Hundesteuer einfordert, gehen die Briefe als unzustellbar zurück.“

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Der Kölner Sascha Wallerus bekommt keine Post und hat dadurch große Probleme.

Auch Bankunterlagen bleiben offenbar auf der Strecke. EXPRESS liegt ein Schreiben vom Kundenservice der Deutschen Bank vor, dass ein Brief „mit dem Hinweis »unzustellbar« von der Deutsche Post AG zurückgeschickt wurde.

Post kommt nicht: Kölner Sascha kriegt sogar Schufa-Problem

Wallerus wütend: „Mir wurde von der Stadt nochmals bestätigt, dass ich zwei Zahlungserinnerungen unbeantwortet gelassen hätte. Daraufhin wurde mein Geschäftskonto gepfändet. Mit Konsequenzen für meine Schufa, also meine Kreditwürdigkeit. Aber auch das war nicht das erste Mal.“

Die ganze Post-Posse bleibt bizarr. Als EXPRESS vor Ort ist, war ein Postzusteller auf dem Rad zu sehen – er radelte vorbei. Ein Test-Brief, den EXPRESS am Freitag (2. Oktober) an Wallerus verschickte, kam (bisher) nicht an.

„Selbst der Mitarbeiter der Stadt Köln hat sich gewundert”

Wer sich jedoch wirklich um ihn kümmerte, war ein „Detektiv“ der Stadt Köln. Wie Robert Baumanns vom Pressesamt bestätigt, gibt es im Bereich „Bürgerdienste“ spezielle Außendienstler, die unangekündigt Wohnsitze überprüfen und Personenermittlungen durchführen.

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„Auch der Stadtmitarbeiter wunderte sich, dass er mich direkt gefunden hätte, aber die Post der Stadtverwaltung hier nicht ankommt“, so Wallerus. „Als ich ihm sagte, dass das schon fünf Jahre so geht, konnte er es auch nicht glauben.”

EXPRESS hakte auch bei der Deutschen Post nach. Achim Gahr, Leiter der Pressestelle der „Deutschen Post DHL Group“: „Wir haben mit dem Stammzusteller in Sürth gesprochen und ebenso mit seiner Vertreterin. Dabei kam heraus, dass beiden die Örtlichkeit bekannt ist, sie die postalische Adresse und den Briefkasten kennen und dort ganz normal zustellen würden. Insofern ist der ganze Fall für uns nicht erklärbar. Aber wir werden die Angelegenheit weiter verfolgen.“

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