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Verrückte Corona-Inspiration Kölner Klorolle wird zum Ausstellungsstück in Museum

Klorollen Exponat in Leipziger Museum

Das Kölner Klorollen-Exponat in Bezug auf die Corona-Pandemie können sich Besucher in der Ausstellung „Purer Luxus” im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig anschauen.

Köln – In ihrem Schaufenster in der Landmannstraße in Ehrenfeld sorgt die Goldschmiedin Jutta Grote (46) schon mal gerne für Aufsehen.

Mit einer ihrer außergewöhnlichen Deko-Ideen schaffte es die Kölnerin jetzt aber sogar in ein Museum.

Leipziger Museum stellt Kölner Klorolle aus

Eingefasst in eine Glasvitrine, kann man seit dem 19. Mai 2020 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig nämlich eine von Grotes letzten fünf Toilettenpapierrollen bewundern.

Obenauf liegt ein selbst gefertigter Ring der Rheinländerin. Das weiße Gold ist Teil der Ausstellung „Purer Luxus” und stand ursprünglich in ihrem Geschäft.

Kölner Goldschmiedin nutzt Klorollen als Deko in Corona-Krise

„Als der Shutdown kam, wollte ich meine Deko mit einem Augenzwinkern gestalten und habe meine letzten eigenen Rollen im Schaufenster ausgestellt”, erzählt die Kölnerin.

Goldschmiedin Jutta Grote

Goldschmiedin Jutta Grote in ihrem Geschäft in Köln Ehrenfeld. Hier hat sie in der Corona-Krise die ungewöhnliche Klorollen-Deko in ihrem Schaufenster ausgestellt.

Die Aktion sorgte nicht nur bei Passanten in der Domstadt für Aufsehen. Eine Mitarbeiterin des Leipziger Museums wurde auf die ungewöhnliche Aktion aufmerksam.

Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig zeigt Exponate aus der Krise

Zwei Telefonate später ist klar: Eine der Rollen wird auf die Reise gehen. Die Wechselausstellung, die bis zum 12. Juli 2020 im Zeitgeschichtlichen Forum zu sehen ist, zeigt nach dem „Corona-Update”, was in der Pandemie ungeahnt zum Luxus-Objekt wurde.

Dafür begannen die Mitarbeiter bereits im März an zu sammeln. „Die Pandemie hat gezeigt, welche alltäglichen Dinge zu Luxusgütern werden können”, erzählt Uta Bretschneider, Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig.

Köln: Klorolle wird in Corona-Krise zu Wertgegenstand

Besonders interessant an der Kölner Klorolle ist für Bretschneider: „Es geht nicht nur um die Rolle. Es geht um den Gedanken hinter der Präsentation. Die Rolle ist unerwartet zum Wertgegenstand geworden und die Besitzerin setzt das gleich mit ihrem Schmuck.”

Besucherinnen und Besucher können das etwas andere Exponat seit der Wiedereröffnung des Museums im Mai besichtigen. Währenddessen arbeitet Grote in Köln schon an einer neuen Idee.

„Ich würde gerne etwas zum Thema Corona-Helden machen. Eine konkrete Idee habe ich allerdings noch nicht.” Bis die zündende Idee steht, sollen auch weiterhin die Klopapierrollen das große Schaufenster schmücken.

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