Rosenmontagszug in Köln Nach Vereins-Absage: Kölner Festkomitee reagiert deutlich

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Zugleiter Holger Kirsch (hier im Januar 2020) kontert die Kritik.

Köln – In die Diskussion um die Absage der Zochteilnahme durch die Große Mülheimer KG hat sich jetzt auch das Festkomitee Kölner Karneval eingeschaltet.

Die Große Mülheimer hatte ihre Teilnahme für den Zoch 2021 abgesagt.

Grund dafür sei unter anderem eine fehlende Planbarkeit gewesen. Auch fühlte man sich von der Zochleitung nicht allumfassend informiert, was eventuelle Änderungen beim Zoch angeht.

Köln: Festkomitee hält an Rosenmontag fest

Auf EXPRESS-Nachfrage sagt Zochleiter Holger Kirsch: „Wir haben all unseren Gesellschaften schon vor Monaten geraten, ihre finanzielle Situation und kommende Ausgaben genau zu prüfen, denn die nächste Session könnte eine extreme Belastung werden.“

Letztlich, so argumentierte es auch die Große Mülheimer, hängt den Gesellschaften der Zeitplan im Nacken. Denn sie müssen laut KG bis Ende August ihre Teilnehmer (im vergangenen Jahr waren es 160) melden.

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Präsident Jürgen Hauke von den Großen Mülheimern.

Dem widerspricht Kirsch: „Die verbindlichen Vertragstage für die Zugteilnahme finden im Übrigen erst im November statt. Bis dahin hat jede Gesellschaft noch Zeit, ihre Teilnahme zu überdenken und wir können sicherlich mehr zum Planungsstand sagen.“

Köln: Anmeldung zum Rosenmontagszug bis November

Er bestätigt aber, dass einzelne Gesellschaften ihre Zochteilnahme durchaus überdenken wollen. „Dass daher einige KGs überlegen, 2021 die Teilnahme am Zoch auszusetzen, ist völlig verständlich. Verständlich ist sicherlich auch der Wunsch nach einer konkreten Planung.“

Aber auch beim Festkomitee müsse man natürlich auf die sich ständig wechselnden Bedingungen reagieren.

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Wie der Kölner Rosenmontagszug 2021 aussehn wird, kann noch niemand sagen. (Archivfoto Rosenmontag 2020)

„Wir arbeiten an verschiedenen Varianten, aber bis zum Zug sind es noch sechs Monate und das aktuelle Geschehen holt uns immer wieder ein. Zum jetzigen Zeitpunkt eine finale Planung öffentlich zu diskutieren, wäre weder sinnvoll noch zielführend. Natürlich haben aber die Gesellschaften, die das Gespräch mit uns gesucht haben, immer auch den aktuellen Stand erfahren.“

Grundsätzlich hält man, Stand jetzt, immer noch an den Planungen für einen Zoch fest, erarbeitet aber momentan viele Szenarien, wie der Zoch aussehen könnte.

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