Poldi-Döner dicht Corona macht Kölner Gastro schwer zu schaffen – Stadt hilft

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„Mangal Döner” von Fußball-Star Lukas Podolski (2.v.r.) hat ebenfalls mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen.

Köln – In Köln müssen alle Gastronomiebetriebe den üblichen Betrieb auf Anordnung der Stadt einstellen. Restaurants, Cafés und Gaststätten dürfen in ihren Räumlichkeiten keine Kunden mehr bedienen. Ausgenommen bleiben aber der Außer-Haus-Verkauf sowie die Lieferung von vorbestellten Speisen und Getränken. Einige Restaurants haben den Betrieb schon komplett eingestellt.

Auf einen Poldi-Döner müssen die Kölner bis auf Weiteres wohl verzichten. Das Restaurant Mangal und dessen zehn weitere Filialen haben laut Metin Dag, Inhaber und Lukas Podolskis Geschäftspartner, geschlossen.

Mangal Döner in Köln: Inhaber Metin Dag: „Wollen kein Risiko eingehen“

„Wir wollten kein Risiko eingehen und haben vorsorglich geschlossen, auch wenn wir bis 18 Uhr geöffnet haben könnten. Es geht zur Zeit um die Gesundheit aller, nicht ums Geldverdienen“, sagte Dag auf EXPRESS-Anfrage.

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Für den Mangal-Betreiber, der 120 Mitarbeiter hat, bedeutet das eigenen Angaben nach Einbußen im fünfstelligen Bereich. Es gebe viele Anfragen an das Kölner Unternehmen, damit die Filialen einen To-Go-Service anbieten. Aber Metin Dag sagt: „Wir eröffnen erst wieder, wenn die Behörden uns grünes Licht geben.“

Große Einschränkungen für Kölner Gastro-Betriebe wegen des Coronavirus

Die Einschränkungen zwingen die Gastronomen zu besonderen Maßnahmen. In der Realität sieht das dann so aus: In dem Eiscafé „Eisfeld“ an der Hansemannstraße etwa gibt es keine Sitz- oder Stehplätze mehr für Kunden. Eine Mitarbeiterin kümmert sich draußen um die Kundschaft, während eine Kollegin an der Kasse steht.

McDonald‘s in Köln: Kunden dürfen nicht rein

Auch Fastfood-Ketten wie McDonald‘s sind von dieser Regelung betroffen. Auf EXPRESS-Abfrage erklärt ein Sprecher: „Ein InHouse-Verzehr in unseren Kölner Restaurants ist mit Eintreten der Verordnung aktuell nicht mehr möglich. Ausgenommen bleiben jedoch wie in der Allgemeinverfügung der Stadt benannt der Außer-Haus-Verkauf sowie die Lieferung von vorbestellten Speisen und Getränken. Diese Services werden nach wie vor angeboten.“

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Auch Fastfood-Ketten wie McDonald's dürfen Kunden nur noch mit Außer-Haus-Service versorgen. (Symbolbild)

Für viele Gastro-Betriebe bedeutet das enorme Einbußen, da viele Kunden den Geschäften fernbleiben. Darauf reagiert die Stadt mit Hilfsangeboten. Unternehmen und Gewerbetreibende können bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten infolge der Corona-Pandemie verschiedene steuerliche Hilfsangebote des Steueramtes der Stadt nutzen.

Miese wegen Corona: Stadt kommt Kölner Gastro-Betrieben entgegen

Dazu zählen etwa, dass gewerbesteuerpflichtige Unternehmen ab sofort Anträge auf Absenkung der Gewerbesteuervorauszahlungen stellen können, wenn sich Gewinneinbrüche abzeichnen. Dazu besteht bei allen Steuern, die von der Stadt Köln erhoben werden, die Möglichkeit, einen Antrag auf Stundung von Steuerzahlungen zu stellen.

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Auch könnten dabei die Stundungszinsen erlassen werden.
Die Hilfsangebote können allerdings nur Gastro-Betriebe erhalten, die einen Antrag bei der Stadt stellen. Betroffene Unternehmen und Gewerbetreibende bittet die Stadt, sich frühzeitig an das Steueramt der Stadt Köln zu wenden. 

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