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Razzia in Praxis Keine Masken, deftige Worte: Kölner Ärztin drohen harte Konsequenzen

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Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes im Einsatz auf der Hohe Straße in Köln. Mitarbeiter dieser Behörde haben am 28. Januar die Praxis einer Kölner durchsucht. Das Symbolfoto wurde am 8. November 2020 aufgenommen.

Köln – Razzia in Kölner Arztpraxis: Ordnungsamt, Gesundheitsamt und Polizei haben am 28. Januar die Räume einer Ärztin in Ehrenfeld durchsucht. Dabei soll die Medizinerin laut den Behörden geleugnet haben, dass es die Corona-Pandemie gibt. 

  • Razzia in Kölner Arztpraxis aufgrund von Verstößen gegen Corona-Schutzverordnung.
  • Kölner Ärztin soll bei Durchsuchung keine Maske getragen und Corona-Pandemie geleugnet haben.
  • Kölner Gesundheitsamt ermittelt gegen Kölner Ärztin.

Während der Durchsuchung habe die Ärztin auch keine Maske getragen. Auch das Personal sowie mehrere Patienten hatten laut den Behörden keine medizinischen Masken an. Bei der Razzia wurden in der Praxis auch Magazine, die der Querdenker-Szene zuzuordnen sind, gefunden. Der Ärztin drohen jetzt harte Konsequenzen.

Razzia bei Kölner Ärztin, die gegen Corona-Schutzverordnung verstoßen haben soll

Auslöser für den Einsatz in der Kölner Arztpraxis waren mehrere Hinweise und Beschwerden von Bürgern wegen fehlender Maßnahmen zum Infektionsschutz. Insgesamt stellten die Einsatzkräfte in der Praxis fünf Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske fest.

Entsprechende Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen die Ärztin, eine Sprechstundenhilfe und drei Patienten werden laut Stadt eingeleitet.

Bereits in der Vergangenheit hatte die verantwortliche Ärztin per Ordnungsverfügung vom Gesundheitsamt eine Aufforderung bekommen, entsprechende Mängel im Infektionsschutz zu beheben.

Kölner Ärztin drohen nach Razzia Konsequenzen: Gesundheitsamt ermittelt

Nach der Razzia in ihrer Praxis drohen ihr jetzt Konsequenzen. Laut Stadt ermittelt das Gesundheitsamt gegen sie. „Das Gesundheitsamt hat Kontakt aufgenommen mit den Aufsichtsbehörden, der Ärztekammer Nordrhein und mit der Bezirksregierung. Weitere Maßnahmen werden beraten und es wird geprüft, welche Konsequenzen mögliche festgestellte Verstöße gegen die Ordnungsverfügung haben werden“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Laut Stadt lagen im Wartezimmer Broschüren aus, die mutmaßlich der Querdenkerszene zuzuordnen sind.

Im Gespräch mit den städtischen Mitarbeitenden bezweifelte die Ärztin die Zuständigkeit, als auch das eigentliche Vorhandensein behördlicher Institutionen. Sie bemängelte die Dienstausweise, mit denen sich die Kontrolleure ausgewiesen hatten. Auch behauptete sie, dass die Stadt Köln keine Behörde, sondern eine Firma sei.

Kölner Ärztin leugnet Corona-Pandemie bei Razzia

Auf telefonische und schriftliche Anfragen des EXPRESS gab es von der Ärztin bisher keine Reaktion. Die Ärztin äußerte sich laut Stadt gegenüber dem Ordnungsamt mündlich zum Tatvorwurf: Sie würde eine Maske tragen, wenn man ihr beweisen könne, dass zurzeit eine Pandemie herrsche.

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