„Ich hatte echt Angst” Kölner Moderator bei Undercover-Einsatz fast zusammengeschlagen

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1Live-Moderator Daniel Danger hat ahnungslose Kunden in einer KFZ-Werkstatt im Bergischen Land über den Tisch gezogen. 

Köln – Wir kennen die Situation alle. Etwas stimmt nicht mit dem Auto, und wir fahren in die nächste Werkstatt. Vor Ort können uns die Mitarbeiter viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Wir, die Motor und Co. keine Ahnung haben, vertrauen den Auto-Göttern im Blaumann und zahlen womöglich wegen unserer Kfz-Ahnungslosigkeit zu viel Geld für eine Reparatur.

Bei seiner neuesten Undercover-Aktion, hat 1LIVE-Moderator Daniel Danger genau dieses Phänomen unter die Lupe genommen. Im EXPRESS-Gespräch erzählt Daniel Danger (hier im Video), wie er die Undercover-Aktion in der Kfz-Werkstatt erlebt und was ihm dabei Angst gemacht hat.

Redaktion: Undercover als Kfz-Meister, was hat Ihnen an der Erfahrung am meisten gefallen?

Am meisten hat mir daran gefallen, dass ich von den Kunden richtig ernst genommen wurde – als Kfz-Meister und sie mir darüber hinaus auch noch alles abgekauft haben. Und das, obwohl ich im normalen Leben eine Stoßstange nicht von einem Keilriemen unterscheiden kann...

Hat man Sie also auch schon einmal in einer Autowerkstatt über den Tisch gezogen?

Na ja, Hand aufs Herz, die Geschichten kennen wir doch alle. Ich bin zum Beispiel mal mit einem Steinschlag in die Autowerkstatt gekommen und plötzlich wollte man mir dort einen neuen Scheibenwischer und einen neuen Auspuff andrehen... Das ist ein Autowerkstatt-Phänomen, das man schon auch mal hier und da etwas aufgeschwatzt bekommt. Das hat ja so ziemlich jeder von uns mal erlebt, und das war auch so ein bisschen die Idee dahinter: Wir wollten hinter die Kulissen einer Autowerkstatt gucken und herausfinden, wie das wirklich läuft.

Sie waren in der Autowerkstatt: Teileland“ im Bergischen Land und haben Kunden hinters Licht geführt. Warum war das so einfach, was ist das Hauptproblem?

Es ist so ein bisschen wie beim Arztbesuch, wir vertrauen einfach gerne Menschen in Uniform, die dort arbeiten. Man unterstellt dem Personal, dass sie wirklich einen Plan und Ahnung haben. Haben sie ja in der Regel auch, aber so kann es auch zur Kunden-Abzocke kommen. Bei dem Autowerkstatt-Thema geht es aber oft vor allem um schwierige oder fehlende Kommunikation zwischen Kunden und Kfz-Werkstatt-Mitarbeitern. Oftmals ist es ja einfach so, dass die Kunden keinen hundertprozentigen Plan davon haben, was an ihrem Auto wirklich repariert werden muss. Und dann musst Du dem Werkstatt-Mitarbeiter trotzdem erklären können, was eigentlich das Problem am Auto ist. Da fängt es, glaube ich, oftmals schon an.

Erklären Sie sich so, dass eine Kundin Ihnen beim Experiment für das Streicheln der Reifen 100 Euro gegeben hat?

Ja, das ist das Problem. Die Kundin hat mir tatsächlich für nichts 100 Euro in bar gegeben. Doch das Krasseste, was wir beim Experiment erlebt haben, war generell, dass uns die Kunden eigentlich echt alles abgekauft haben. Auch wenn es der allergrößte Nonsens war! Ein Kunde hat mir sogar seine Kreditkarte gegeben.

Bei einem Kunden ist die Situation in der Autowerkstatt eskaliert und er wollte auf Sie losgehen, wie kam es denn dazu?

Das war tatsächlich ein 1LIVE-Prank, der gegen mich gerichtet war. Ich wusste zuvor nichts davon. Ein Kunde kam mit einem Ford Fiesta an, der angeblich von seiner Tochter sein sollte. Der Kunde wurde dann immer unruhiger und als ich ihm dann gesagt habe, dass er da wohl einen Schrotthaufen auf vier Rädern dabei hat, hat er angefangen seinen Spiegel abzutreten und mit einem Hammer auf das Auto einzuschlagen. 

Das war ein sehr nachhaltiger Moment, vor dem ich richtig Angst hatte. Und ich habe zu keiner Zeit gewusst, dass das kein realer Kunde ist. Weil ich kann den Leuten ja nicht hinter den Kopf gucken und bin dann irgendwann einfach nur gerannt.

Welche Lehre haben Sie aus dem Autowerkstatt-Undercover-Experiment gezogen?

Ähnlich wie bei meinen anderen beiden Undercover-Aktionen als Fake-Professor in der Uni oder im Luxus-Hotel, das ich unter einem Vorwand komplett ausgeräumt habe, ist es so, dass man in der heutigen Zeit Situationen immer mal wieder auch ein bisschen kritisch hinterfragen sollte.

Wenn Menschen jetzt dank unseres Experiments bei ihrem nächsten Besuch in der Autowerkstatt ein bisschen sensibilisiert sind und vielleicht auch bei einem Schaden zwei oder drei Meinungen einholen, dann haben wir, finde ich, schon viel erreicht.

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