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Wirbel um Kölner Erzbischof Zieht Kardinal Woelki jetzt doch die Konsequenzen?

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Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki steht aufgrund des Missbrauchsskandals in der Kritik. Dieses Foto wurde am 3. März 2020 in Köln aufgenommen.

Köln – Tritt Kardinal Woelki jetzt etwa doch zurück? Der wegen eines zurückgehaltenen Missbrauchs-Gutachten heftig unter Beschuss geratene Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki schließt einem Medienbericht zufolge einen Rücktritt nicht aus.

  • Kölner Kardinal Woelki seit Wochen in der Kritik
  • Kadinal Woelki schließt nun auch einen Rücktritt nicht mehr aus
  • Kardinal gesteht „schmerzliche Fehler ein“

Kölner Kardinal Woelki: „Werde auch mir Übernahme von Verantwortung abverlangen“

In der Samstagsausgabe der „Rheinischen Post“ sagte der Erzbischof wörtlich: „Die Übernahme von Verantwortung, die ich von allen anderen verlange, werde ich auch mir abverlangen.“

Die Zeitung hatte ihn gefragt, ob er möglicherweise zurücktrete, wenn ihm das neu in Auftrag gegebene Gutachten des Juristen Björn Gercke ein pflichtwidriges Verhalten attestiere.

Kölner Kardinal Woelki: Gutachten wird auch meine Rolle beurteilen

„Das Gutachten von Professor Gercke wird auch meine Rolle in diesem Fall beurteilen“, zitierte die RP den Kardinal. Er habe „schmerzliche“ Fehler gemacht.

„Ich hoffe sehr, dass der Vertrauensverlust wiedergutzumachen ist.“ Woelki hatte zunächst die Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl damit beauftragt, zu untersuchen, wie Bistumsverantwortliche in der Vergangenheit mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen katholische Priester umgingen.

Erzbistum Köln: Strafrechtler untersucht 236 Fälle

Die Kritik an Kardinal Woelki reißt aber nicht ab, weil er dieses schon seit Monaten vorliegende Gutachten unter Verschluss hält. Er führt dafür rechtliche Bedenken an und verweist stets auf die Veröffentlichung des neuen Gercke-Gutachtens am 18. März. Der von ihm beauftragte Strafrechtler Gercke habe 236 Fälle aus dem Erzbistum Köln untersucht.

Das Erzbistum war zu dem RP-Bericht und dem Interview mit Kardinal Woelki zunächst noch nicht zu erreichen. (dpa/mj)

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