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Was war da denn los? Weltfirma nutzt Kölner Brücke für eiskalte Werbeaktion

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Die Hohenzollernbrücke wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit Firmenlogos geschmückt.

Köln – Da staunten die Kölner Nachtschwärmer aber nicht schlecht, als sie in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Blick auf die Hohenzollernbrücke warfen. Dort waren, mitten auf dem Rhein, nämlich zwischen 1:46 Uhr und 3:10 Uhr nicht nur leuchtende Farben zu sehen, sondern auch Firmen-Logos. Wie bitte? Beim genauen Hinsehen wurde klar: Da prangen die Logos der Mobilfunk- und Netz-Firmen Vodafone und Unitymedia! Was hatte es damit auf sich?

Köln: Vodafone und Unitymedia mit Werbung auf Hohenzollernbrücke

EXPRESS fragte bei Vodafone nach und bekam prompt Antwort: Es sei eine spontane Aktion mit Hintergedanken gewesen – in der Tat nicht mit der Stadt Köln abgesprochen. „Bei einer beeindruckenden Lichtshow feierte Vodafone die Zusammenführung mit dem Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia", erklärt Pressesprecherin Tanja Vogt auf Anfrage.

Dass als Ort für die Aktion die Hohenzollernbrücke gewählt wurde, war indes kein Zufall, nicht nur wegen der Größe und der daraus folgenden enormen Sichtbarkeit. „Auf der Brücke sind viele Liebesschlösser angebracht, das ultimative Zeichen für Liebe und Zusammenhalt", so Vogt. Mit der Aktion habe Vodafone zeigen wollen, wie eng die beiden Firmen in Zukunft zusammenarbeiten wollen.

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Vodafone und Unitymedia: Übernahme sorgt für Unmut

Bereits im Mai 2018 war bekannt geworden, dass Unitymedia an Vodafone verkauft wird. Die Zustimmung zur Fusion wurde am 18. Juli 2019 erteilt. Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen wird in der Branche kritisch gesehen, weil den Firmen ein Quasi-Monopol unterstellt wird. Andere Kabelnetzbetreiber wollen bei der EU-Kommission sogar gegen die Übernahme vorgehen. Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter dagegen behauptet: „Es wächst zusammen, was zusammen gehört."

Werbung auf Kölner Brücke: So lief die Aktion genau ab

Doch wie ist die Aktion in der Nacht genau vonstatten gegangen? „Selbstverständlich unter Prüfung aller nötigen Sicherheitsvorkehrungen", sagt Vogt. Die komplexe Projektion sei aber nicht in einem „Rutsch" durchgeführt worden, die einzelnen Lampen der insgesamt vier Lichteinheiten wurden in Teilschritten justiert. Die Beleuchtung konnte erst nach und nach aufgebaut werden, bis das komplette „Kunstwerk" zu sehen war.

Und wie reagiert die Stadt Köln? Bisher noch gar nicht. Eine Anfrage des EXPRESS, ob die nicht abgesprochene Aktion für Unmut gesorgt hat, blieb am Freitag unbeantwortet. Doch schon hat Vodafone angekündigt, es nicht bei der einen Aktion belassen zu wollen. Ob als nächstes der Kölner Dom in die Farben und die Logos der beiden Firmen gehüllt werden soll?

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