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Mobbing bekämpfen TV-Star setzt sich in Kölner Grundschule ein – mit persönlicher Erfahrung

Tom Lehel zeigt in einer Kölner Grundschule auf das Logo seines Programms „Tom Lehel’s WIR WOLLEN MOBBINGFREI!!“

Tom Lehel war am 7. März mit seinem Programm „Tom Lehel’s Wir wollen mobbingfrei!“ in einer Kölner Grundschule zu Gast.

Tom Lehel war selber betroffen und setzt sich jetzt ein. Der „KiKA“-Star ist seit 2021 deutschlandweit mit seinem Programm gegen Mobbing in Grundschulen unterwegs. Nun war er in einer Kölner Grundschule zu Gast.

Knapp 30 Prozent der Grundschulkinder sind an ihrer Schule von psychischer oder physischer Gewalt durch Mitschülerinnen und Mitschüler betroffen. Das zeigt eine Studie von 2019. Tom Lehel (52), TV-Moderator, Musiker und Autor, kämpft genau dagegen an. Und zwar aktuell mit dem Präventionsprogramm „Tom Lehel’s wir wollen mobbingfrei!“.

EXPRESS.de war dabei, als der „KiKA“-Star den dritten und vierten Klassen der Grundschule „Am Portzenacker“ in Köln-Dünnwald musikalisch ordentlich einheizte und sie gleichzeitig auf spielerische Art und Weise für das Thema Mobbing sensibilisierte.

In Kölner Grundschule kämpft Tom Lehel gegen Mobbing

In der Turnhalle der Schule wurde am Montagvormittag (7. März 2022) nicht nur zusammen gesungen, geklatscht und getanzt. Tom Lehel sprach mit den Kindern über Mobbing und Respekt, zwischendurch las er auf unterhaltsame Art Zeilen aus seinem Buch „Du Doof?! Auch ich wurde gemobbt“ vor und interagierte in einer Art Rollenspiel mit den Kids.

Die Kombination aus jeder Menge Spaß und der Aufklärung rund um das ernste Thema Mobbing soll das Geheimrezept des Präventionsprogramms sein, mit dem Lehel und sein Team durch einige Grundschulen in Deutschland touren. Start des Programms war im vergangenen Jahr in Düsseldorf.

Tom Lehel und zehn Kinder mit ausgestreckten Armen beim Präventionsprogramm „Tom Lehel’s WIR WOLLEN MOBBINGFREI!!“ in Köln.

Tom Lehel mit zehn Kindern der Grundschule KGS Am Portzenacker in Köln-Dünnwald am 7. März 2022.

„Kinder sollen ihr eigenes Verhalten im Umgang miteinander reflektieren. Es geht darum zu lernen, Verantwortung für das eigene Handeln und das ‚Nicht-Handeln‘ zu übernehmen. Zusammen sollen sie eine gute Umgangskultur für ihre Klasse schaffen: Jedes Kind muss sich wohl und respektiert fühlen können“, erklärt Lehel das Ziel seiner Arbeit.

Dass es sich um ein Herzensprojekt handelt, merkt man dem Stiftungsgründer von „Mobbing stoppen! Kinder stärken!“ sofort an: „Ich habe Mobbing selbst erlebt und bei meinem Sohn miterleben müssen. Ich weiß, welche schlimmen Gefühle und Ängste es auslöst“, spricht er über seine Motivation.

Köln: TV-Moderator bei Präventionsprogramm in Dünnwald

Um Mobbing erfolgreich zu bekämpfen, reiche es allerdings nicht, nur mit den Kleinsten zu arbeiten. „Wir wollen Lehrkräfte fortbilden und sie in ihrer Rolle als ‚Moderatoren‘ stärken. Eltern müssen wir über Cybermobbing/Mobbing aufklären und ihnen Hilfestellung bei Fragen der Medienerziehung und sicheren Mediennutzung ihrer Kinder geben“, erklärt der Moderator von „Tanzalarm“ und „tabaluga tivi“ (KiKA).

Heißt in der Praxis: Auf die Eltern wartet ein Informationsabend, für die Lehrerinnen und Lehrer steht eine Fortbildung mit Deutschlands führender Mobbingforscherin Prof. Dr. Mechthild Schäfer von der Ludwig-Maximilians-Universität München an. Schäfer betreut „Tom Lehel’s wir wollen mobbingfrei!“ aus wissenschaftlicher Sicht.

Das Programm wird von den Betriebskrankenkassen, in Köln von der „VIACTIV“, veranstaltet und gefördert. Dass das Projekt nun ausgerechnet in der Grundschule in Köln-Dünnwald stattfand, geht auf die Schulsozialarbeiterin Eva Beiten von der katholischen Jugendagentur Köln (KJA) zurück, die den Kontakt zwischen Schule und Programm herstelle. Schirmherrin des Ganzen ist NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer.

Rund eineinhalb Stunden Zeit hatten die Kinder am Montag mit ihrem Kinderhelden mit der markanten Frisur und der Sonnenbrille. Nach einer Pause übernahmen dann zwei Pädagogen die Leitung. Mit praktischen Übungen wurde das Thema dann noch weiter vertieft. Lehrkräfte und Kinder zeigten sich im Anschluss gleichermaßen begeistert. Das wurde besonders deutlich, als Lehel sogar noch für Autogramme seiner kleinen Fans bereitstand.

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