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Sofia (4) hatte Leukämie Corona macht das Leben für Kölns kleinste Kämpferin zur Hölle

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Sofia und ihre Mutter Jaqueline schnappen frische Luft auf Balkonien.

Köln – Zickig ist sie manchmal. Und hin und wieder auch bockig. Aber meistens doch unheimlich süß. Das Leben in Zeiten von Corona ist für uns alle nicht leicht.
Für Sofia (4) und ihre Eltern Jaqueline und Enzo Marotta aber, ist es eine echte Aufgabe. Die Kleine ist Risiko-Patientin, war kurz nach ihrer Geburt an Leukämie erkrankt. Ihr Leben konnte nur durch eine Stammzellen-Spende gerettet werden (hier lesen Sie mehr).

Köln: Leukämie-Kind seit sieben Wochen nicht mehr in der KiTa

Schon einen Monat, bevor die Kindergärten geschlossen wurden, hat Jaqueline Marotta ihre Tochter nicht mehr zur KiTa gebracht. „Das Coronavirus schien noch so weit weg. Aber ich hatte damals schon ein ungutes Gefühl – und unheimlich Angst, dass sich Sofia irgendwo anstecken könnte“, erklärt sie.

„Das bedeutet aber auch, dass wir nun schon seit sieben Wochen in freiwilliger Quarantäne leben und kaum noch aus der Wohnung kommen. Ihre und meine Sozialkontakte gehen gegen Null.“

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Sofia Marotta (4) gehört wegen einer früheren Leukämie-Erkrankung zu den Risiko-Patienten.

Und es bedeutet auch, dass Sofia, die sich in den letzten Jahren so tapfer ins Leben zurück gekämpft hat, derzeit nicht zu ihrer Therapie gehen kann. Es gibt keine Besuche mehr auf dem Spielplatz, von Freundinnen – und von der  geliebten Oma.
„Es ist unglaublich schwer, dass einem Kind zu erklären“, sagt Jaqueline Marotta. „Sofia kann das einfach noch nicht verstehen und reagiert dann entsprechend.“

Die Kölnerin Jaqueline Marotta: Ablenkung in der Isolation

Abwechslung tut also Not. Und so bastelt und spielt Jaqueline Marotta mit ihrer Tochter so viel es geht. „Zuletzt haben wir sogar Knete selber gemacht“, berichtet sie.

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Bastelstunde: Sofia stellt mit Hilfe ihrer Mutter eigene Knete her.

„Sofia hatte viel Spaß.“ Mehr als bei den Therapie-Übungen, die jetzt zu Hause stattfinden oder am Lernen von Buchstaben wahrscheinlich ...

Die kleine Sofia: Frische Luft meistens nur auf dem Balkon

Nur mit dem Rausgehen ist das so eine Sache. „Jetzt wo die Sonne scheint, schnappen wir mal auf dem Balkon frische Luft. Und manchmal gehen wir auch draußen zu zweit ein bisschen spazieren. Aber da bin ich oft hinterher schwer genervt“, gibt sie zu. Und aggressiv.

Mutter sauer: Draußen sitzen die Leute in Grüppchen zusammen

„Wir haben hier einen kleinen Park vor dem Haus. Und ich sehe immer wieder junge Leute in Grüppchen zusammensitzen, die Lachen und haben Spaß. Das macht mich verrückt. Wieso können die nicht auch mal ihre Arschbacken zusammenkneifen und zwei, drei Wochen zu Hause bleiben? Wegen eines solchen Verhaltens dauert das Kontaktverbot doch nur noch länger“, ärgert sie sich.

Kölner Mutter: „Auch mir fehlt manchmal eine Umarmung“

So bleibt Jaqueline Marotta mit ihrer Tochter dann doch meistens daheim. „Mein Mann Enzo geht morgens um vor acht Uhr aus dem Haus, kommt gegen fünf Uhr wieder. In der Zwischenzeit bin ich mit Sofia allein.

Da fehlt auch mir der Austausch und ich fühle mich allein. In solchen Situationen wünsche auch ich mir eine Umarmung meiner Mutter, das Getröstet-werden. Aber das geht leider nicht in Zeiten von Corona“, sagt sie. 

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