Häftlinge heimlich gefilmt? Schwere Vorwürfe gegen Bedienstete der JVA Ossendorf

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Gegen Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf sind Vorwürfe schwerer Dienstvergehen laut geworden.

Köln – Es sind heftige Vorwürfe, die da gegen Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Köln-Ossendorf im Raum stehen.

Mehrere Kollegen sind wegen schwerer Dienstvergehen in den Fokus gerückt. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Bediensteten sollen während der Arbeit über ihre Privathandys beleidigende Whatsapp-Nachrichten über Gefangene ausgetauscht haben.

Außerdem sollen sie Fotos sowie angeblich auch kurze Videos von Häftlingen und Kollegen in einer Chatgruppe verbreitet haben. Die Bilder sollen die Bediensteten mit diffamierenden Kommentaren „weit unterhalb der Gürtellinie“ versehen haben.

Kölner JVA-Bediensteter fristlos gekündigt

Einem JVA-Bediensteter sei fristlos gekündigt worden, zwei weitere hätten Aufhebungsverträge unterzeichnet. Wie die Zeitung weiter berichtet, ist das NRW- Justizministerium über die Vorgänge informiert.

Anstaltsleiterin Angela Wotzlaw sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Diese Chatverläufe spiegeln eine gewisse Gesinnung wieder, einen Wortgebrauch, den ich nicht dulde unter meinen Mitarbeitern. Dem gehen wir konsequent nach.“

Vorwürfe gegen Kölner JVA-Mitarbeiter – Polizei ermittelt

Gegen den Beschäftigten, dem bereits im November fristlos gekündigt wurde, ermittelt zudem die Polizei. Es besteht der Verdacht, dass der Mann Mobiltelefone ins Gefängnis geschmuggelt haben könnte. Erwiesen ist das bislang aber nicht. Die Benutzung von Handys ist im Gefängnis auch den Bediensteten grundsätzlich untersagt. (red)

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