Mit Konzert in KölnOmas gegen Rechts gehen mit Top-Band auf Tour

Sechs Frauen stehen mit Schildern auf der Domplatte in Köln.

Die Omas gegen Rechts aus Köln, hier eine Aufnahme vom März 2020 auf der Domplatte mit Evelyn Illgen (2.v.l.).

Die Omas gegen Rechts im Deutschland-Bündnis haben prominente Unterstützer für sich gewonnen.

von Adnan Akyüz (aa)

Sie sind Omas, sie sind gegen rechts, sie sind auf Tour. Der Verein „Omas gegen Rechts“ geht mit der legendären deutschen Hip-Hop-Band Die Fantastischen 4 auf Tournee. Die Kölnerin Evelyn Illgen ist mit dabei und freut sich auf den Auftritt im Rhein-Energie-Stadion.

Für die „Für immer 30 Jahre Live“-Tournee kommen Die Fantastischen Vier am 18. Juni 2022 nach Köln-Müngersdorf. Weitere Konzerte soll es etwa in München, Stuttgart oder Leipzig geben, bis die Tour am 26. August in Bonn enden soll. Die ehrenamtlichen Mitglieder von „Omas gegen Rechts“ begleiten die Musiker dabei.

Köln: Omas gegen Rechts bei Konzert von Die Fantastischen Vier dabei

So auch Evelyn Illgen (55), Maschinenbauingenieurin aus Köln. Sie ist seit 2018 aktiv bei den „Omas“ und freut sich auf das Konzert in Köln. „Wir werden mit Infoständen vertreten sein. Da wollen wir Werbung für unsere Sache machen“, erklärt sie im Gespräch mit EXPRESS.de. Sie kümmert sich um die Organisation in Köln, ihre Mitstreiterinnen machen das in den anderen Städten.

Der Verein „Omas gegen Rechts“ wurde 2017 in Österreich als Reaktion auf die Koalition der Österreichischen Volkspartei mit der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) gegründet. Besondere Aufmerksamkeit hatten die Omas in Wien erlangt, als sie aus Protest gestrickt haben. Mittlerweile gibt es über 100 Ortsableger, wie den in Köln.

Wie die Omas an Die Fantastischen 4 gekommen sind, erklärt Evelyn Illgen so: „Der Kontakt zu den Musikern ist über den Verein ‚Laut gegen Nazis‘ aus Hamburg entstanden. Der hatte Kontakt zu Smudo. Er hat uns dann eingeladen, bei der Tournee dabei zu sein.“

Sie sei froh, so eine Bühne für ihre Arbeit zu bekommen. „Wir werden zwar nicht auf der Bühne stehen, freuen uns aber über die Aufmerksamkeit. In Köln sind wir mit ‚Köln gegen Rechts‘ oder ‚Kein Veedel für Rassismus‘ sehr gut vernetzt. Im Vergleich zu anderen Städten sind wir in diesem Bereich sehr gut dabei“, sagt sie.

Vor wenigen Tagen hat auch Fanta-4-Sänger Smudo in Hamburg erzählt, wie sehr ihm das Thema am Herzen liegt: „Wir haben gesehen, wie kleine ‚Ich bin dagegen‘-Ideen zu einem Strom geworden sind und, dass das dann wirklich auch zu Taten wird am Ende. Als Fantastische Vier unterstützen wir schon sehr lange ‚Laut gegen Nazis‘, um Aufklärung zu betreiben. Die Arbeit gegen Rechts ist wie eine Impfung. Es hört nicht irgendwann mal auf, sondern man muss immer regelmäßig machen.“