„Ich bitte Sie nicht, ich erwarte es“ Kölner OB Henriette Reker warnt vor Lockdown

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Henriette Reker warnt die Kölner vor einem Lockdown.

Köln – Oberbürgermeisterin Henriette Reker macht ernst. Bei der Pressekonferenz nach der Corona-Krisensetzung am Freitag (23. Oktober) warnte sie nun die Kölner.

Es sei „fünf vor zwölf“, nun läge es alleine in der Verantwortung der Kölner, ob die Stadt „ohne Lockdown auskomme“. 

Eine Identifizierung und Informierung aller Kontaktpersonen sei nicht mehr möglich, auch wenn versucht werde die Aufklärung zu beschleunigen. Nun sei es wichtig, sämtliche Kontakte zu begrenzen. Dies gelte auch für Familienzusammenkünfte.

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Köln: Die Zahl der Infizierten steigt laut Henriette Reker enorm

„Mit einer Inzidenzzahl von 120,1 ist die Lage in Köln wirklich sehr ernst. In sämtlichen Bereichen steigen die Zahlen enorm. Das ist bei den Neuinfizierten so, bei den Erkrankten in den Kliniken und auch in den Seniorenheimen“, erklärt Reker.

Mit einem Wert von 120,1 hatte Köln am Freitagmorgen erneut einen vorläufigen Negativrekord aufgestellt.

Mit einem Anstieg der Zahlen zum Herbst und Winter habe man gerechnet und sei dementsprechend gut vorbereitet. „Doch jede Vorbereitung hat auch ihre Grenzen“, so die Oberbürgermeisterin.

„Die beste Regeln helfen nicht, wenn sich manche nicht daran halten. Wenn sich nur eine Minderheit nicht daran hält, dann schaffen wir das nicht“, appelliert Reker.

Köln: Oberbürgermeisterin Reker warnt vor privaten Feiern

Insbesondere private Feiern seien ein großes Problem. Henriette Reker wird sehr deutlich: „Ich möchte Sie nicht bitten, sondern ich erwarte von Ihnen, dass nur noch Veranstaltungen im engsten Familienkreis stattfinden.“ 

Die Geschwindigkeit des Anstiegs der Infektionen stelle die Stadt vor eine große Herausforderung. Der Krisenstab wird nun dreimal die Woche tagen, um über neue Maßnahmen zu beraten. (kiba)

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