Kölner Stolperstein-Schande Römerpark: Fühlt sich hierfür niemand zuständig?

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Hundekot besudelt den zerstörten Stolperstein für den in der NS-Zeit ermordeten Kölner Jungen Hans Abraham Ochs.

Köln – Was für ein ekelhafter Anblick! Was für eine Schande!

Freitagmorgen im Römerpark in der Südstadt: Wir sehen das, was von einem Stolperstein übrig ist. Besudelt mit einem Flatschen Hundekot. Gedenkt Köln so der Opfer der NS-Zeit?

Kölner Mahnmal zerstört

Nach Ende von Bauarbeiten dort ist das kleine Mahnmal zerstört worden und nun fühlt sich offenbar niemand dafür zuständig.

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Bitter ist der Hintergrund dabei: Denn Künstler Gunter Demnig hatte den Stein gerade an jener Stelle verlegt, wo der achtjährige Kölner Junge Hans Abraham Ochs 1936 von einer Gruppe Hitlerjungen einst zu Tode geprügelt worden war, weil er Jude war – vor den Augen seiner Mutter.

Im Netz empören sich die ersten User bereits über den Anblick, der ein Gedenken geradezu verlustiert.

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Durch Bauarbeiten ist das Gedenken vernichtet worden.

Der Hundekot ist geradezu die Krönung.

Mehr Info: Bildhauer Demnig: „Die Stolpersteine holen die Opfer zurück“

EXPRESS erreichte den Kölner Stolperstein-Verleger Gunter Demnig, der seit Jahrzehnten das größte dezentrale Mahnmal für die Opfer der NS-Zeit schafft, und meldete den Zustand: „Ich bin derzeit in Österreich und werde meiner Mitarbeiterin in Köln die Info geben, was passiert ist. Nächste Woche bin ich in Köln, vielleicht können wir den Stein dann neu verlegen", sagt er.

Wäre zu wünschen, damit dieser Anblick bald verschwindet!

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