Neuigkeiten von Hermann Müller Kölner Bordell-König bald wieder raus aus dem Knast?

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Bordell-König Hermann Müller vor dem „Pascha“ in der Hornstraße in Neuehrenfeld.

Köln – Drei Jahre und neun Monate Knast – so lautete das Urteil gegen Bordell-König Hermann Müller (66) im September 2017 vor dem Landgericht Augsburg. Fliegt den Behörden nun das Urteil um die Ohren? Kommt der Gründer des größten europäischen Bordells „Pascha“ in den nächsten Tagen schon frei?

Vorwurf Steuerhinterzug

Der Vorwurf war klar definiert: Die Justiz warf Müller vor, er und sein Betriebsleiter des Pascha München hätten rund eine Million Euro Steuern hinterzogen. Die Frauen, die in dem Bordell tätig waren, wären gar nicht wirklich selbstständige Liebesdamen gewesen. Sie hätten in einem Angestellten-Verhältnis gestanden, so der Vorwurf.

Müller wehrte sich vergeblich gegen die Vorwürfe

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Müller hatte dagegen gehalten: „Ich kann doch keiner Dame vorschreiben, mit wem sie zu verkehren hat. Und was würde ich tun, wenn sie sich weigert? Sollte ich sie dann wohlmöglich zwingen?“ Doch das Gericht blieb dabei: Die Beweislage sei eindeutig. Trotzdem wurden die Steuerschulden nur geschätzt.

Zweifel an der Höhe der Hinterziehung

Doch jetzt gibt es Zweifel – an der Höhe der „Schätzbescheide“, die die Finanzbehörden erlassen hatten. Denn die Höhe der Forderungen übertraf die obligatorischen 500.000 Euro – und damit war klar, dass Müller eine Haftstrafe antreten wird.

Kölner Anwalt will ihn jetzt raushauen

Sein Kölner Rechtsanwalt Dr. Sebastian Korts konnte die Bescheide jetzt erfolgreich anfechten. Ergebnis: Das zuständige Finanzgericht München hat die „Aussetzung der Vollziehung ohne Sicherheitsleitung“ gewährt.

Die Beweismittel für das Steuerstrafverfahren sind mehr als fraglich. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Bordell-König schon in den kommenden Tagen aus der Haft entlassen werden könnte, so die Einschätzung seines Anwalts.

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Hermann Müller beim Pokern mit Tennis-Legende Boris Becker.

Müller baute das Pascha-Imperium auf

Müller hatte das Pascha Köln im 1995 gegründet und vor allem mit der „Geld-zurück-Garantie“ für Freier Schlagzeilen gemacht. Der leidenschaftliche Poker-Spieler und Golfer hatte sich nach einem Streit mit der Stadt aus Köln zurückgezogen und in Salzburg das dortige Pascha betrieben. Nachdem er wegen des Steuerstrafverfahrens untergetaucht war, spürten ihn Zielfahnder in München auf und verhafteten ihn (hier mehr dazu lesen).

(exfo)

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