Befürchtungen wahr geworden Bombe im Kölner Süden aufgegraben

Worte mit Spannung erwartet Kölner Kardinal Woelki spricht über Missbrauchsvergehen

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Der Kölner Kardinal Woelki hat an Silvester im Dom auch das Missbrauchsthema angesprochen. Symbolbild aus dem Mai 2020.

Köln – Der Kölner Kardinal Woelki hat am Silvesterabend (31. Dezember 2020) eine mit Spannung erwartete Predigt im Dom gehalten.

Der Kardinal steht in der Kritik, weil er ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten zu sexuellem Missbrauch im Erzbistum unter Verschluss hält. Er gab stattdessen ein neues Gutachten in Auftrag, das erst im März veröffentlicht werden soll. An Silvester hat Kardinal Woelki dem Thema Raum gegeben, allerdings nicht wie von vielen erhofft. Er blieb erneut nur an der Oberfläche. 

Köln: Kardinal Woelki spricht „Missbrauchsvergehen in Kirche“ an

„Vor allem die jüngere Generation empfindet sich nicht mehr in der Kirche beheimatet. Die Missbrauchsvergehen in der Kirche sowie ihre schmerzvolle und komplizierte Aufarbeitung haben tiefe Spuren des Misstrauens hinterlassen“, erklärt Woelki in seiner Dom-Predigt.

„Zum Teil höchst kontroverse Ansichten über notwendige Reformschritte in der Kirche fordern uns zudem in unserem Miteinander extrem heraus“, so Kardinal Woelkis weitere Worte.

Köln: Corona-Krise trotz Impfstoff noch lange nicht überstanden

Nicht zuletzt habe die Corona-Krise, die wir wahrscheinlich trotz Impfstoff noch lange nicht überstanden haben, viele Entwicklungen beschleunigt, von denen auch die Kirche gedacht habe, dass sie erst in fünf bis zehn Jahren eintreten würde.

Kardinal Woelki gibt Thema Sterbehilfe große Bedeutung

Ein weiterer großer Bestandteil von Kardinal Woelkis Rede: das Thema Sterbehilfe.

„Wer die Freiheit eines Sterbenden wahren will, muss unserer Überzeugung nach einen Schutzraum eröffnen helfen, in dem menschliche Zuwendung, umfassende Schmerztherapie, Palliativpflege und helfende, liebende Annahme stattfinden kann – und zwar überall in Deutschland. Was wir deshalb brauchen, ist eine stärkere Sorge- und Annahmekultur“, so der abschließende Appell des Kardinals. (mj)

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