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Klare ForderungNach Massen-Party am Aachener Weiher: Kölns Club-Betreiber stinksauer

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„Das Ding“- Chefin Claudia Wecker und „Gastro Latäng“-Sprecher Markus Vogt fordern die Öffnung von Clubs und Diskotheken.

von Jan Wördenweber (jan)

Köln – Die Bilder von Hunderten Menschen am Aachener Weiher, die von Mittwoch auf Donnerstag (3. Juni) ohne Rücksicht auf die geltenden Corona-Regeln gefeiert haben, sorgten nicht nur bei der Stadt Köln für Empörung. Auch vielen Clubbetreibern schwoll der Kamm, allerdings aus Wut über die aktuelle Gesetzgebung des Landes: Sie dürfen weiterhin ihre Diskotheken nicht öffnen. Und das, so die Gastronomen, sorge genau für die Party-Exzesse unter freiem Himmel, die keiner sehen will.

  • „Gastro Kwartier Latäng“: Appell an Stadt und Land
  • Forderung: Clubs und Diskos öffnen
  • Kontrolliertes Feiern in Köln

Der Verein „Gastro Kwartier Latäng“, ein Zusammenschluss von Gastronomen im Uni-Viertel, fordert daher die sofortige Wiedereröffnung von Clubs und Diskotheken. Doch bislang bleibt das Land NRW hart: In der aktuellen Verordnung sind mögliche Öffnungen erst ab September erwähnt.

Kölner Gastro: Kritik nach Massen-Party am Aachener Weiher

Die Rave-artigen Zustände vom Aachener Weiher, die großen Festivals in Art und Umfang kaum nachstünden, kämen nicht von ungefähr, heißt es in einem offenen Brief an Stadt und Land.

Alles zum Thema Corona

„Es ist ein Punkt erreicht, an dem das Bedürfnis nach Party der Jugendlichen und jungen Erwachsenen weder weiter gehemmt werden, noch das Ausleben verhindert werden kann“, sind die Betreiber überzeugt.

„Es wird im 16ten Monat des Berufsverbotes für Clubbetreiber endgültig Zeit, sich dies einzugestehen und zu erkennen, dass ein Kanalisieren dieser Bedürfnisse in kontrollierte Räume mit überschaubarem Risiko deutlich mehr Sinn macht, als das Abschieben in unkontrollierbare öffentliche Areale und der Illusion, dass man hier das Feiern verhindern würde, wenn man solche Versammlungen dann ab und an punktuell auflöst.“

Ein Club sei in kontrollierter Raum. Es würden Kontaktdaten gesichert, am Eingang die drei 3G (Genesen, geimpft, getestet) überprüft, auch für die nötige Hygiene werde gesorgt, machen die Betreiber deutlich.

„Hier muss sich niemand die Vodka-O Flasche teilen und hier ist recht klar sichergestellt, dass die eingelassenen Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit risikofrei sind. Und wir bringen darüber hinaus junge Leute dazu, sich testen zu lassen, um endlich wieder in Clubs gehen zu dürfen, die das sonst nicht tun würden und sorgen dafür, dass sich vorher unentdeckt Infizierte isolieren können, statt weiterhin am öffentlichen Leben teilzunehmen.“

Kölner Disko-Chefin sauer auf Stadt Köln und Land NRW

Claudia Wecker, Betreiberin der Kölner Kult-Disko „Das Ding“ kündigt auf EXPRESS-Anfrage an, dass man nicht mehr verständnisvoll wie im vergangenen Jahr reagieren werde: „Da die Politik aber nicht bereit ist, andere Lösungen auch nur in Erwägung zu ziehen, ist das Maß für uns voll.“

Ob das Land NRW in den kommenden Tagen reagiert, da es auch in anderen Städten ähnliche Massen-Partys im Grünen gegeben hat, bleibt abzuwarten. Bei der Stadt Köln wird auf die geltende Coronaschutzverordnung des Landes verwiesen. Diese kann per Allgemeinverfügung verschärft werden, wie es bei der Ausgangssperre der Fall war, lockern darf sie die Kommune jedoch nicht.