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Schneller Umbau steht an Große Kölner Straße wird autofrei – welche ist die nächste?

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Erfolg für Sprecherin Ruth Wennemar (M.) und den Bürgerverein Kölner Eigelstein: Der Eigelstein soll autofrei werden. Das Foto wurde im Mai 2019 aufgenommen.

Köln – Köln Vielleicht schon im Sommer, spätestens Ende kommenden Jahres soll der Eigelstein nahezu autofrei sein.

Das sieht das Konzept vor, das das Verkehrsdezernat im Auftrag der Bezirksvertretung Innenstadt jetzt fertiggestellt hat. Es soll am 17. Dezember bei einer digitalen Veranstaltung öffentlich erläutert werden. Das Vorhaben geht auf die Forderung des Bürgervereins Eigelstein zurück – der Arbeitstitel lautet „Wohlfühlstraße“.

Köln: Eigelstein wird autofrei, Kfz-Verkehr wird verbannt

Das von der Stadt vorgelegte Konzept beinhaltet im Kern die Einrichtung eines autofreien Abschnitts zwischen Ebertplatz, beziehungsweise Eigelsteintorburg und der Machabäerstraße.

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Der rollende als auch der parkende Kfz-Verkehr wird verbannt. Es entfallen insgesamt 41 Parkplätze, gleichzeitig werden aber 17 reine Anwohnerparkplätze im Quartier neu entstehen.

„Durch die Herausnahme des Autoverkehrs erfährt der Fußverkehr und Aufenthalt eine erhebliche Aufwertung“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung, über die am Dienstag (8. Dezember) in der Bezirksvertretung abgestimmt wird.

Autofreier Eigelstein: Kölner Verkehr wird über Gereonswall abgeleitet

Die Durchfahrt von der Lübecker Straße zum Eigelstein wird gesperrt. Der Verkehr wird über den Gereonswall abgeleitet, der vom Thürmchenswall über die Greesbergstraße.

Die Fußgängerzone wird aber auch „durchrissen“. Die Durchfahrt für den Autoverkehr von der Spielstraße Im Stavenhof in die Dagobertstraße sowie von Unter Krahnenbäumen in die Eintrachtstraße bleiben bestehen. Die Zufahrt in die Straße Eigelstein wird für den Lieferverkehr von 6 bis 11 Uhr weiter möglich sein.

Eigelstein: Fußgänger sollen deutlich mehr Platz bekommen

Fahrradfahrer dürfen auch weiterhin dort fahren, die Fußgänger sollen in Zukunft mehr Platz bekommen. Während die östliche Straßenseite vollständig frei bleiben wird, will die Stadt auf der westlichen Seite Abstellplätze für Fahrräder, Bänke, Baumkübel sowie südlich der Machabäerstraße auch Ladezonen konzentrieren.

Das Verkehrsdezernat rechnet damit, dass die Umbauarbeiten für den Eigelstein zwischen sechs und zwölf Monate dauern werden.

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Ein ähnliches Projekt wie am Eigelstein kann sich der Veedelsverein auch in der Weidengasse vorstellen.

Durch den autofreien Eigelstein könnte sich der Verkehr auf andere Straßen verlagern. Zunahmen können die Planer auf Greesbergstraße, Im Stavenhof, Weidengasse und Eintrachtstraße nicht ausschließen – das müsse aber nicht so kommen.

Eigelstein: Pilotversuch der Stadt im Sommer sorgte für Chaos

Im Sommer hatte die Stadt bereits als „Pilotversuch“ das Teilstück des Eigelstein zwischen Torburg und Dagobertstraße in eine autofreie Zone umgewandelt, damit in der Corona-Pandemie die Mindestabstände besser eingehalten werden könnten.

Ein Teil der Anwohner und Politiker quer durch alle Parteien warfen dem Fachamt allerdings vor, mit der provisorischen, „stümperhaften“ Planung bisweilen chaotische Situationen verursacht zu haben.

Der Bürgerverein Eigelstein begrüßt das nunmehr vorliegende Konzept und hat auf seiner Facebook-Seite bereits sein nächstes verkehrspolitische Projekt umrissen: die autofreie Weidengasse, „Die Gastronomen wünschen sich das auch“, heißt es dazu vom Verein. (mit red) 

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