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Obdachlos, Rollstuhl, Eis-KälteKölner Veedel mit rührender Hilfe für Helmut (56)

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Helmut M. ist obdachlos und in Köln-Ehrenfeld bei vielen bekannt.

von Ayhan Demirci (ade)

Köln – Ein Leben im Rollstuhl – 24 Stunden am Tag. Helmut M. (56) ist einer von vielen Obdachlosen in Köln, die einen harten Existenzkampf führen. Tag und Nacht muss der ehemalige Tischler nach einer Wirbelsäulenerkrankung im Rollstuhl verbringen. Ein Veedels-Büdchen mit seinen stets helfenden Mitarbeitern ist zu Helmuts Überlebensstation geworden.

  • Kölner Obdachloser auf Venloer Straße zu Hause
  • Obdachloser sitzt nach Wirbelsäulenerkrankung im Rollstuhl
  • Kiosk-Mitarbeiter aus Köln-Ehrenfeld helfen Obdachlosem

Kiosk-Mitarbeiter von Venloer Straße in Köln helfen Obdachlosem

„Helmut ist jeden Tag hier – wir sind jetzt sozusagen Kumpels“, erzählt Senol Cosan vom „Ergin Kiosk“ an der Venloer Straße, der Helmut auch schon mal einen neuen Rollstuhl organisierte.

Im Sommer verbrachte Helmut seine Nächte stets in Blickweite des Büdchens, auf dem Bürgersteig, schlafend im Rollstuhl. Im eisigen Winter helfen sie ihm und geben ihm Unterschlupf. „Das Büdchen hat 24 Stunden auf. Deswegen fühlt sich Helmut hier sicher“, sagt Senol Cosan.

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Im nächsten Moment kommt eine Stammkundin vorbei und deutet einen dicken Knuddler mit dem in Felljacken gehüllten Helmut an – der sah an den beißend kalten Frosttagen zuletzt wie ein Stalingrad-Heimkehrer aus.

„Ich habe ihn in mein Herz geschlossen“, sagt sie: „Helmut ist ein wirklich lieber Kerl.“ Sie arbeitet in einem Lokal in der Nähe und bringt Helmut ab und zu was vorbei.

Kölner Obdachloser dankbar über Veedels-Hilfe in Ehrenfeld

Und was sagt Helmut selbst? Er kann – auch das liegt an den körperlichen Einschränkungen – nur leise sprechen. Aber er drückt sich mit klaren Worten aus: „Diese 100 Meter hier“, sagt er und zählt das Kebapland, den Ankara Market und das Büdchen auf, „hier sind die Menschen sehr nett zu mir. Das tut mir richtig gut. Ich bin denen nicht egal. Das gibt mir Lebensmut.“

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Helmut ergänzt noch: „Ich kann sagen: Viele Passanten in Ehrenfeld kümmern sich, halten an, fragen nach.“

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Dann zum Beispiel, wenn Helmut mit unnatürlich weit vorgebeugtem Oberkörper im Rollstuhl sitzt, weil er sich ausruhen muss.

Alle hoffen, dass der Obdachlose wieder ein normaleres Leben führen kann und wollen ihn bei den Bemühungen unterstützen.

Helmut sagt: „Ich brauche nur eine Räumlichkeit, wo ich mit dem Rollstuhl sein und wo ich mir nach und nach eine kleine Bleibe einrichten kann. Das wäre großartig.“